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Kapitel XXXIV.
lange schon auserwähltZ. Und nun besuchte er dieses sein Grab täglichund betete sür sich, wie man sagt, als für einen, welcher der Welt be-reits gestorben ist, die Todtenvigil. Dann besuchte er auch in derKirche die Altäre und Begräbnisstätten der Heiligen. Er begrüßte sieals Mitbürger der Heiligen und Hausgenossen Gottes schon von Fernemit Andacht und flehte unter Thränen um ihre milde Fürbitte ^).
Oft wird er auch damals das Gebet gebetet haben, das er früherim Hinblick aus diese Zeit gemacht hatte und das so lautet: „HerrJesu Christc, da jetzt die Zeit meines Hingangs nahe ist, und weil esnicht genügt, die käuflichen Brode der himmlischen Genüsse um zwei-hundert Denare, nämlich um das Verderben des Leibes und der Seelezu erwerben, ans daß Jedes nur ein Weniges habe; so laß mich meineAugen des Geistes zu dir erheben, laß mich niedersetzen auf dem Graseder fleischlichen Lust, des zeitlichen Besitzes und Ruhmes, damit ich ver-diene, gesättigt zu werden mit den fünf geistigen Broden, mit derFurcht vor dem Gericht, mit dem Abscheu vor der Sünde, mit demSchmerz der Reue, mit der Beschämung des Bekenntnisses und derMühe der Genugthnung und mit den zwei Fischen der Standhaftig-keit bei den Vorsätzen und dem Verlangen immer fortzuschreiten;oder mit den drei Broden, die ein Knabe, nämlich die Demnth hierhat, damit ich im Hinblick auf die göttliche Gnade meine Leerheitausfüllen, in das Thor des Paradieses, des Pallastes Gottes, eingehenund der Glorie der Erhöhung theilhaftig werden möge, und mit denzwei Fischen der Geduld und der Ertragung der Unbilden. Gib das,o Jesu, der du mit dem süßesten Vater und dem heiligen Geiste lebstund regierst von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen ^)." Und so harrte dergroße Diener Gottes mit Sehnsucht der Stunde der Auflösung ent-gegen.
Endlich war die Kriegszeit abgelaufen, und Albertus, der getreueKnecht und kluge Verwalter seines Herrn, gebrochen von Alter undMühen, hörte das Wort seines Meisters: Wohlan du guter und getreuerKnecht, gehe ein in die Freude deines Herrn! Nachdem er noch vollAndacht die Sakramente der Kirche empfangen, gab er in Gegenwartder weinenden und betenden Brüder, in seiner Zelle ans einem Stuhlesitzend, Gott, dem er so treu gedient, seine Seele zurück und singt nun
1) NuLolph.
2> Ebend.
3) Bei Jammy Bd. XII, S. 152. Oratio am 25. Sonntag xost. I?. Irin.