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Albertus Magnus : sein Leben und seine Wissenschaft
Entstehung
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253
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Der sel. Albertus endet das Lehramt. Sein Tod. 253

Priester Gottes Albertus durch jenen Vorfall gemahnt worden, daßseine Wanderung bald enden müsse, fing er an, seinen Geist ganzvon allem Aeußeren abzuziehen. Darum schrieb und diktirte er jetztnichts mehr, sondern losgeschält von allem Irdischen, nur mehr fürGott lebend, wandelte er in Gedanken und dem Verlangen nach schonin jenem ewigen Vaterland '). Er verkehrte nun auch nicht mehr mitden Personen, die im Gcwühle der Welt noch lebten. Bald nach jenemVorfälle kam der Erzbischof Sigfricd mit Begleitung zum Kloster, nmseinen theuern Albertus, den Liebling Gottes und der Menschen, nach seinerGewohnheit zu besuchen. Als er an dessen Zelle kam, klopfte er anund sprach: Albertus, bist du da? Der darinnen Wohnende aber öff-nete nicht mehr, sondern sprach nur: Albertus ist nicht mehr hier, son-dern er war da. Als das der Oberhirtc vernahm, sagte er seufzendund weinend zu seinem Gefolge: Wahrhaftig, Albertus ist nicht mehr,sondern er war hier. Er deutete damit an, daß der ruhmreicheMann, nachdem er auf Erden durch Lehren, Predigen, Schreiben undAusübung aller Tugenden fick heiß abgemüht, jetzt bereits frei vonallem Irdischen nur mehr wie ein himmlischer Mensch dastehe, nur mehrzum himmlischen Vaterland aufblickend Z.

Wir sehen, wie sehr Albertus sich in Wirklichkeit und mit derihm eigenthümlichen Entschiedenheit von Allem, was in der Welt ist,losgeschält hatte. Selbst der hochmächtige Erzbischof von Köln, dererste Fürst des Reiches, sein Gebieter, Wvhlthäter und Freund, wirdnicht mehr von ihm eingelassen. Er will nur das Ewige mehr be-trachten !

Immer war von jetzt an der Gedanke an den Heimgang derSeele des Albertus nahe. Er hatte immer gewünscht, daß sein Kör-per unter dem Schatten des Geliebten (unter dem Kreuze) bei seinenBrüdern im heiligen Köln ruhen möchte. Er hoffte, wenn der großeTag der Auferstehung anbricht, würde er so mit den Heiligen, in de-ren Mitte die vielen Tausende von Märtyrern ihren kommenden Herrnerwarten, freudig dem Richter entgegeneilen können. Darum hatte ersich nach Art der alten Gerechten die Ruhestätte in seiner Klosterkirche

1) Rudolph. Prussia sagt kürzer: Venerat>ili8 I'aler ^.Ibertu.8 lall 8ixno 8nirecossus eertilioatu8, ex tune nungnain alic^uiä 8orip8it; 8eä qnuol puer innoconoet eolurnl)jnu8 inter t^ratreo, gnainäin snxervixit, conver8»tn8 e8t, orationidr>8eontinuia in8i8tentlo. k. 303.

2) Rudolph.