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Albertus Magnus : sein Leben und seine Wissenschaft
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247
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Das Testament des sel. Albertus.

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Allen, die gegenwärtigen Brief lesen, biete ich, Albert, ehemali-ger Bischof von Regensburg und Predigerbruder zu Köln, Heil undvolle Liebe. Da es Allen bekannt ist und da Niemand zweifeln kann,daß ich Zeitliches als Eigenthum zu besitzen vermag, weil mir vomOrden und dem Papste Exemtion zngestanden worden, und daß ichalso über mein Vermögen nach Belieben verfügen kann, gedachte ichund beschloß, noch bei Lebzeiten, in Gesundheit und bei vollem Be-wußtseyn darüber zu verfügen, damit nicht nach meinem Tode auffremde Autorität oder Befehl hin das Meinige zu andern Zwecken ver-wendet werde, als wozu ich cs feit Langem bestimmt habe. Weil nundie Brüder des Hauses zu Köln, bei denen ich die größere Zeit meinesLebens blieb und lehrte, sich um mich durch Wohlthaten und vieleDienstleistungen sehr verdient gemacht haben, so daß ich ihre Liebeund ihre Gefälligkeit billig auch mit besonderer Gunst und Gnade loh-nen muß, so will ich auch bei ihnen begraben seyn und vermache Alles,was ich habe, jenem Convente in drei Abtheilungen, nämlich alle meineBücher der gemeinsamen Bibliothek (librarias eoininruü) Z, all meinenOrnat der Sakristei; Gold, Silber und Edelsteine aber, die sich inSilber verwandeln lassen, zur Vollendung ihres Kirchcnchors, den ichvon meinem Gelde gestiftet und vom Grund aus neu aufgeführt habe.Und ich will nicht, daß es zu andern Zwecken verwendet werde. Ichwill jedoch, daß den drei Nonnenklöstern, zu St. Markus in Würz-burg, zu St. Katharina in Augsburg und dem in Gmund bei Eßlin-gen 90 Pfd. Hallenser (Pfennige?) von meinem obigen Vermögen ge-geben werde, jedem in gleicher Weise 30 Pfd. Wenn aber Jemand,was ferne sei, nach meinem Tode diese meine Anordnung zu ändernwagte, wisse er, daß er den Fluch des allmächtigen Gottes auf sichherabziehe und mir am Gerichtstage vor dem höchsten Richter wegenGewaltsamkeit werde Rede stehen müssen. Zu Exekutoreu meines Te-stamentes ernenne ich den Provinzial für Deutschland, den Prior zu

wie er selbst beisetzt: lstam eopiaur reseripsi Ooloniao cts litera original! äs verdo verdunr, ries aääanäo nee äeinenclo sut> anno äoinini 1402 guart. cal. Itetzc.guae dies tune Mit äominiea in ssxagosinra. Das Original ist in Köln trotz allerNachforschungen des Hrn. v. Bianco nicht mehr gefunden worden. Schweller theilteden Fund der k. b. Akademie der Wissenschaften in München mit in einem Vor-trage am 5. Jänner 1850. Vgl. Gelehrte Anzeigen, I. 1650. Nr. 5. S. 44.

1) Welchen Werth die Bücher damals hatten, ist bekannt. Vgl. Springer, Parisim dreizehnten Jahrhundert. S. 143. Ein Brevier kostete 1228. 16 tivres par., einEvangeliumbnch 4 tivr. 10 s. ( 512 Fr.) u. s. f.