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Kapitel XXXII.
thümliche Beweisführungen noch keine Rücksicht nimmt, sondern sichnoch mit fast völliger Treue au den Gang des Meisters der Senten-zen anschließt.
Diese Snmme der Theologie unsers Albertus'), die er nach sei-ner eigenen Erklärung auf Bitten der Brüder nnd vieler Andern be-gann^), sollte aber kein System der Dogmatik oder Moral im moder-nen Sinne werden, sondern die Universalwissenschaft von Gott undder Welt, vom Himmel und Erde, vom Leben Gottes nnd der Krea-turen, von den Liebesthatcn Gottes und den Werken der Menschen,sie sollte ein Spiegel seyn, in welchem mittelst der positiven Offenba-rung und der natürlichen Wahrheitsforschung Gott nnd das Universumim wahren Lichte geschaut werden. Im ersten Theile behandelt ernach den Einlcitungsfragen über die Aufgabe und Würde der Theo-logie die Lehre von Gottes Seyn als dem Einen und Dreieinen, vonder Essenz, den Eigenschaften und Prozessionen Gottes mit einer bisin das Kleinste gehenden Ausführlichkeit und staunenswcrther Belesenheitin heiligen und profanen Schriftstellern. Der Gegenstand des zweitenTheiles ist die Creaturcnwelt und ihre Korruption durch die Sünde,wobei das Wesen und die Eigcnthümlichkeit aller Geschöpfe'), sowie dasWesen und die Erscheinung aller Sünden zur umfassendsten Unter-suchung kommen. Der dritte Theil der Summe sollte von dem Erlö-ser ans jenen Ucbeln, von Christus und dem von ihm gezeigten Wegder Tugenden reden, während der vierte die Verthcilung der Erlö-sungsgnade an die Menschen in den Sakramenten, sowie die Rückkehr-aller Creatur vor und zu Gott in den letzten Dingen lehren sollte.Diese Theile vermochte aber Albertus nicht mehr zu vollenden, öder-er wollte sie vielleicht in demuthsvoller Rücksicht auf die unterdessenerschienene Summe seines Schülers Thomas nicht mehr weiter führen ^).
Wenn wir nach dem Verhältnisse dieser Summe zu der des heil.
1) Bd. XVII und XVIII bei Jammy.
2) Er sagt am Anfänge: Oupientes ixitur petilionibus Iratrum satisiaesre etmultorum aliurum nos «puasi ncl Iroo eompellentium, äs liao soientia et seibili-6us e)us inguiremus. p. 5.
3) Denselben Gegenstand hat Albertus auch in einem andern Werke, nämlichin der Lumina äe erealuris (Bd. XIX) behandelt. Er redet hier I äs quatuorcoacvis (matcria prima, tempus, eoelum, an^cli) und II äe Iromine erschöpfendund geistvoll.
4) Diese beiden letzten Theile hat erst ein Ordensgenosse aus dem Kommen-tare des Albertus zu den Sentenzen des Lombarden später beigefügt. Bgl. Echard,Loript. Orä. äom. I, 176