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Albertus Magnus : sein Leben und seine Wissenschaft
Entstehung
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Die letzten Schriften des sel. Albertus.

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Wir sehen also, Albertus arbeitet im Weinberg der heiligenSchriststellerei bis zur Stunde der Ablösung. Zugleich wird uns aberder erwünschte Ausschluß gegeben über die Schriften, die er in den letz-ten Jahren seiner irdischen Wanderschaft noch verfaßte.

Da wir den Inhalt jenes höchst lehrreichen Buches über die Eucha-ristie ') schon kennen gelernt haben, bleibt uns nur übrig, auch die bei-den andern einer kurzen Untersuchung zu unterziehen. Das eine istdie großartigste, reifste Frucht seiner umfassenden theologischen Gelehr-samkeit, seines bewunderungswürdigen Scharfsinnes und seiner glän-zenden Lehrgabe, das andre ist ein einfaches Blümchen, ans dem reichen'Gemüthe seiner Seele aufgesproßt, an dessen süßem Gerüche er sichselbst und andre stärken wollte znm Gange in die Ewigkeit. Im er-sten lehrt er die höchste Wissenschaft, im zweiten die höchste Kunst, imersten zeigt er sich nochmal als den Scholastiker mit Auszeichnung, imzweiten tritt er uns in der lieblichen Glorie des Mystikers noch ein-mal entgegen. Wir sehen, in der Seele des Albertus, wie in allengroßen Geistern der Kirche stehen sich noch jene Richtungen nicht feind-lich gegenüber, sie sind von Anfang bis zum Ende in schönster Har-monie verbunden durch den einen lebendigen Glauben und die Heiligkeitdes Lebens!

In Bezug auf das erste Werk bemerken wir, Albert schrieb indiesen Jahren nach obigen Angaben den zweiten Thcil seiner großenSumme der Theologie^), oder hat ihn wenigstens erweitert und er-gänzt, da er in demselben bereits der Verhandlungen auf dem Concilzu Lyon Erwähnung thut. Den ersten Theil, sowie den Entwurf desGanzen hatte er wohl schon in früheren Jahren ausgearbeitet undihn bei seinen vielfachen Vorlesungen benützt. Es geht dieses dar-aus hervor, daß er ans das im letzten Dezennium erschienene Meister-werk seines Schülers Thomas, auf dessen Summe der Theologie, ausderen Einthcilnng des ganzen Stoffes und auf deren kürzere, eigen-

1) Das Buch war später noch in Köln vorhanden, theils vom Gehilfen des Al-bertus, theils von seiner Hand geschrieben, oder doch corrigirt. Leript. orä. äorn.I, 175.

2) Der Zeitgenosse Tholomäus spricht sich hierüber also aus: »Rio sunimaintlreolvgias inelwavit seä non oomxlevit, leeit tarnen äno volunrina, «zuas äi-vlnain natnrarn pertinent et ernanationss ersatnraruin. Rie teeit livruin äseoasvis, udi äisputantur inaterias naturales et ponuntur snlr Huasstionibns plri-losopliieis ynsntnin äiei potest in xtnlosopluas tsrrninis et etisin ipsain tlieo-logiarn aäaptanäv. Lcliarä, 8eript. orä. äom. I, 176.