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Albertus Magnus : sein Leben und seine Wissenschaft
Entstehung
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Der sel. Albertus am Concil zu Lyon.

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Anwesenheit eines so reichen Kranzes von Männern der Wissenschaft,aller Zierden seines Ordens, sein Herz erhoben haben! Welche Be-friedigung wird es sür seine heiße Wißbegicrde gewesen seyn, daß erhier Schaaren von Griechen nnd Tartaren sehen und mit ihnen ver-kehren konnte! Und welcher Trost muß ihn erfüllt haben, da er seinesteten Klagen über Verfall der Sitten dnrch den Mund des Ober-hauptes der Kirche wiederholt und da er die heilsamsten Gesetze zurReform gegeben sah!

Doch müssen wir über die Thätigkeit des Albertus in Lyon selbstnoch einige Worte beisetzen. Wie wir oben bemerkt, hatte der greiseOrdensmann bei den Berathungen des Concils selbst keine besondreRolle zu spielen. Aber dennoch wird ihm eine doppelte Wirksamkeitbei jener Versammlung von den Biographen zugeschrieben. Nämlichfie rühmen sein folgenreiches Auftreten für den deutschen König Ru-dolph von Habsburg und seinen Kamps gegen Jrrthümer der Griechen.Was die erstere Aufgabe betrifft, so sagen sie: In einem Konsistoriumhielt Albertus vor dem Papste und der Versammlung eine Rede zuGunsten des neuerwählten Königs Rudolph, indem er jenes Wortdes Propheten zum Thema erwählte: Ich will ihnen einen Vorkäm-pfer und Erlöser senden, der sie befreieft! Albertus scheint also denStammvater des Hauses Habsburg in glänzenden Farben als denjeni-gen gepriesen zu haben, der die allseitige Begabung und den entschie-denen Willen habe, nach der traurigen, kaiserlosen Zeit ft wieder Rechtund Ordnung dem Reiche zu schenken, den langfehlenden Frieden zwi-schen der Kirche und dem Kaiserthume aufrecht zu halten und auch dasheilige Land wieder aus den Händen der Ungläubigen zu befreien.

1) Prussia sagt: Drater Xldertus eoram Domino kspa OregDrio X. atgueOoncilio vsrbnm Isoit pro Domino De§e komsnorum, 8umons pro tksmsteilluä: Doos°o mittam ois 8slvatorem et propubnatorom <pnl llbsret eos.?. 280.

2) Bekannt sind die Klagen über den Zustand des Reiches während des Inter-regnums. Ein Minnesänger ruft:

Dir. Herr, klagen wir Arme große Ungnade.

Der Teufel Hai seinen Samen gesät in die Lande,

Daß sie verworren sindWir sind ohne Recht.

Das Recht schuf deine Hand,

Zu schirmen deine Kinder.

Wittwen und Waisen weinen.

Daß sich die Fürsten nicht vereinenMit einem römischen Vogt.