Der sel. Albertus erbaut und schmückt den Chor der Prediger. 217
Tradition des Kölner Klosters setzt noch bei, daß Albert als Bischofdieses Gefäß aus Ehrfurcht vor dem heiligen Kreuze geweiht (conse-krirt) habe, wie man Kelche zu weihen pflegt, ja daß er sogar die Aecht-heit des Partikcls dadurch erprobt habe, daß er ihn in das Feuer ge-worfen, worauf derselbe sogleich unversehrt zurücksprang. Es wirdnoch beigefügt, Albertus habe einen noch größeren Partikel des heili-gen Kreuzes, den die Kunibertskirche besaß, auf gleiche Weise in Be-zug auf seine Aechtheit untersucht').
Die Verehrung, die Albertus zum heiligen Kreuze hegte, offen-barte er noch durch eine andere Gabe an seine Klosterkirche. Er ließnämlich ein großes Bild des Gekreuzigten anfertigen, legte in dasselbeReliquien von Heiligen ff und Splitterchen des heiligen Kreuzes undließ es in der Mitte der Kirche zwischen Chor und Schiff aushängen,damit es von allen Besuchern der Kirche gesehen und augebetet wer-den könnte 3). Und um zur Verehrung dieses heiligen Kreuzes dieGläubigen aufzumuntern, erbat er vom Bruder Salvus, Bischof vonRccauati und Gencralvikar des Papstes Nikolaus eine Jndulgenz voneinem Jahre und vierzig Tagen für Jeden, der mit Andacht dort dieAdoration vollbringe ff.
So hat Albertus die Kirche seines Ordens zu Köln, die zuEhren des heiligen Kreuzes geweiht war, mit entsprechenden kostbarenGaben ausgestattet. „Es zeigt dieses," sagen die Biographen, „welch eingroßer Liebhaber des Kreuzes er gewesen." Die gleiche Liebe hat er auchin seinen Schriften bei jedem Anlasse ausgesprochen ff. Man lese nur,
dem lixni, yuia körte amissas sunt litterse ex negligentia; ab anteeessoridusiamen nostris eontinue Iraee narrari sine Iraesitstions solent, guoä ipse venera-pilis Albertus, äum viveret, gam äietsm ligni portionein sie prodaverit. Hseniin ipse ineertis üäem aeoommoäaret, äs Oei elementia coullsus, aoeepit 1i-gnum illuä, atgus in ignem prvseoit, ereäens non posse eonsumini ab igne, sixrstiosissimam Otiristi glebam portasset; et ecee, rnox ut rogum tetigit, illicoresiliit ex ipso intaotum. Vite tvlb. p. 188.
1) Prnssia S. 189.
2) So Prussia; Rudolph sagt: Partikeln des Kreuzes.
3) Das Kreuzbild hing also am Triumphbogen, wie wir es an vielen Kirchender Gothik gewahren.
4) Prussia, S. 187. Uebrigens nennt er den Papst Nikolaus IV., der aber erst1288 zur Negierung kam; es wird also wohl Nikolaus III. gemeint seyn.
5) Prussia sagt: 8eä äe Lalvatoris veneranäa passions et vivilleao 6rueissignaeulo non tantuin loois äsditis et aptis, verum et ineiäentalitsr saepe sliismalerüs aptanäo, ne imrnemor Lrucis, äe eaäem est proseeutus ete.