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Kapitel XXIX.
Daß er aber in einem Alter von fast achtzig Jahren, trotz aller Rü-stigkeit und Frische des'Leibes und der Seele, nicht mehr als Werk-meister den Ban geleitet habe, der wenigstens sich durch zehn Jahrehindurch erstreckte und bei seinem Rücktritt vom öffentlichen Leben nochnicht vollendet war, dürfen wir doch wohl auch als gewiß annehmen,wenn wir die Verrichtungen und Pflichten eines solchen Meisters indas Auge fassen.
Wie sich nun auch dieses verhalten möge, dem Albertus bleibtjedenfalls das Verdienst, seiner Klosterkirche zu Köln einen herrlichen,umfassenden Chor im Gewände der Gothik geschenkt zu haben vor sei-nem Hingange in die Ewigkeit! Er hat sich in diesem Chore ein groß-artiges Grabmal aufgethürmt, denn in dessen Mitte fand er seine ir-dische Ruhestätte, wie wir später erzählen werden.
Doch Albertus begnügte sich nicht mit den: Neubau des Choresseiner Ordenskirche zu Köln, sondern er war auch stets bedacht auf diepassende Ausstattung derselben mit ehrwürdigen Hciligthümern.
Sv hatte er von der Aebtissin der Kirche der hl. Ursula, Elisa-beth von Westerburg, viele heilige Leiber aus der Schaar jener heili-gen Jungfrauen und Martyrinncn zum Geschenk erhalten I. Hocher-freut über diese kostbare Gabe, brachte er sie voll Ehrfurcht an denAltären und an andern passenden Orten der Kirche unter Z. OhneZweifel hat Albertus also diese Reliquien in zierlichen Schreinen vonMetall, welche die Form von kleinen Domen hatten, nicdergelegt, undsie so ans den Altären und an den Wänden ausgestellt. Auch einprachtvolles Gefäß mit einem Partikel des heiligen Kreuzes hat er derKlosterkirche überlassen. Nachdem er selbst jenen Theil des lebenspen-denden Kreuzes vom hl. König Ludwig von Frankreich erhalten, wieman sagt 3), ließ er ein Goldgefäß dazu fertigen, umgab es mit Edel-steinen und stellte es in der Kirche zur Verehrung aus ^). Die
1) Rudolph nennt sogar 300 solche heilige Leiber. Prussia erwähnt diese Schen-kung nicht besonders. Da aber Rudolph selbst im Kölner Kloster weilte, mußte er sichvom Vorhandenseyn dieser Reliquien überzeugt haben-
2) Rudolph und Jammy.
3) Rudolph.
4t Prussia erzählt also: Hie erweis amator Albertus, xretiosi ligni portioneinnon parvain Ooloniensi Oonventui äereliquit in puro »uro inelusam, atque xein-inis eireumäatam: quoä etiam »ureum elonoäium, qnemaämoäum ealiees Cla-ris solent beneäiei, ob roverentiain salutiteri ligni inelusi, est eonseeratum, nteelebri kam» eoxvoseimus, eo quoä praolat» portio lixni lertur ab Alberto pro-bat» wisse: et liest scripto eominenäatain non invenimus examinationem Hus-