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Kapitel XXVIII.
erlaubte ihm an allen Orten seiner Diöcese, wohin er gerufen würde,im bischöflichen Ornat zu funktioniren. Er befahl, daß er mit gebüh-render Ehre empfangen und nicht geringerer Auszeichnung gewürdigtwerde, weil er der hohen Würde entsagt und zum demüthigen Ordens-stande znrückgekehrt war." Prnssia fetzt bei, Albertus habe auch öf-ter für jenen Erzbischof die Weihen zu ertheilen gehabt Z und anderebischöfliche Akte verrichtet. Und so kam es, daß Albertus unzähligeMale in der Erzdiöcese Köln und in der Umgebung bischöfliche Funk-tionen vornehmen mußte, besonders die Weihung von Kirchen undAltären. Denn es war ja die Zeit, wo allüberall viele Hunderte vonKirchen neu erstanden, es ist die wundersamste Blüthezeit der Archi-tektur, die vielleicht die Geschichte kennt; die neuen Orden breitetensich mit wunderbarer Schnelle von Stadt zu Stadt ans Z und bedurf-ten zweckmäßiger Kirchen; die ältern Orden, sowie die Domkapitelwurden von heiligem Wetteifer erfaßt ^), ihre Gotteshäuser in größernDimensionen und im Gewände der mit allen Reizen der Jugend pran-genden, sinn- und kunstvollen Gothik zu erneuern, Fürsten und Städtebeeilten sich, durch ähnliche Gottesbauten sowohl dem Herrn einenZehent der ihnen zuströmcnden Reichthümer zu opfern, als auch ihreliebe Heimath ans solche Weise mit würdiger Zier zu verschönen.
Und so kann es uns nicht wundern, wenn in jenem Jahrhunderteine Kirchweihung aus die andre folgt, wenn auch die Beihilfe desgreisen Albertus in dieser Hinsicht von allen Seiten erbeten wurde.So weihte er in der Stadt Nymwegen (damals zur Diöcese Köln ge-hörig) die herrliche Kirche der Regular-Kanoniker, welche eben in Mitteder Stadt zu Ehren des heiligen Stephan war gebaut worden ^).Die bisherige Hanptkirche, die außerhalb der Stadt gestanden, warabgebrochen worden ^).
aber auch bei dessen Vorgänger in gleicher Gunst, wie die Vornahme bischöflicher Aktedurch ihn unter besten Regierung bezeugt. Prnssia sagt: Xrekiepiaooxus Liilriäuscis IVsbterdored ntteetuose katrcm Xidertum äilexit. ?. 272.
1) Schön sagt hiebei Prnssia: Hui virtutibua xiene aäornatus exbtitit, adoiunidua amadatur; in revereutiagus maAua daditua est non solum apuä xoxu-larea, aeci et ad ip8i8 kraeiatis xluriinuru donoradatur. Vita Lid. p. 272.
2) Man sehe die Zahl der entstehenden Klöster des Dominikanerordens in Wnr-temberg allein bei Stalin, Geschichte von Würtcmberg II, 740.
3) Ein französischer Bischof erklärt, keinen andern Grund zum Neubau seinerKathedrale zu haben, als weil man überall baue. Vgl. Schnaase V.
4) Nach Rudolphs Angabe.
5) Um das Andenken hieran zu erhalten, wurde alljährlich eine Prozession mit