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Albertus Magnus : sein Leben und seine Wissenschaft
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Kapitel XXVI.

secrirt, entscheidet Albert so, daß er, aus viele Gründe gestützt, unge-säuertes Brod annimmt. Das gesäuerte hält er jedoch, wenn nichtfür eine erlaubte, doch für eine gültige Materie der Consecrationst.

Eigenthümlich ist diese Ansicht des Albertus:Wenn es Ländergibt, wo der Wein durchaus nicht zu haben ist, glaube ich, wegen desUngeheuern Schadens, der aus dem Mangel des Sakraments hervor-geht, dürft man dispensiren, so daß der Leib des Herrn ohne Kelchdarf consecrirt werden. Doch muß man die römische Kurie befragen st."

Ans die Frage, wie oft zu communiciren sei, sagt Albertus:Nachalten Kanonen wenigstens dreimal im Jahre, zu Weihnachten, Osternund Pfingsten, weil das Volk Israel auch dreimal im Jahre in Jeru-salem sich versammelte, um vor Gott zu essen. Das Eoncil vom La-teran gebot, daß man wenigstens einmal beichte und communicire. Derhl. Augustinus erklärt, daß er den nicht tadelt, der täglich commnni-cirt, wenn er es aus Andacht thut, aber auch nicht den, der seltencvmmunicirt, wenn er es aus Demuth unterläßt. Der selige Grego-rius lobt einen Priester, der täglich aus Andacht celebrirte. Hierony-mus im Leben der Väter lobt einen Abt, der nach dem Eintritt inden Orden ans Ehrfurcht nimmer zu celebriren gewagt hat. Ans alldem glaube ich schließen zu dürfen, die Mitte sei bas Beste. Du wirstam sichersten gehen, manchmal zu celebriren und manchmal es zu unter-lassen, außer die Pflicht erfordert das tägliche Celebriren. Diejenigenaber, welche Weiber alle Tage communiciren, scheinen mir scharfenTadel zu verdienen; denn durch zu osten Gebrauch machen sie, daßdas Sakrament geringgeschätzt wird, oder das Verlangen der Weiber istmehr durch ihren Leichtsinn als durch Andacht verursacht st."

Das ganze treffliche Werk schließt Albert mit den rührendenWorten:Das habe ich über die Eucharistie zu Ehren Jesu Christigeschrieben von dem Vielen, was man noch darüber erforschen kann.Wenn dem Leser am Gesagten Etwas mißfällt, möge er es meinerEinfältigkeit Nachsehen. Wenn es auch nicht scharfsinnig ist, wird erdoch vieles Nützliche darin finden. Amen!"

So hat Albertus die ganze, von manchen Dornen umhegte Lehreüber das Mysterium des Glaubens, über das Sakrament des Altares,auf eine Weise darznstcllen gewußt, daß wir dieses Werk eben so

N?. 133.2) ?. 136.3, ?. 136.