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Albertus Magnus : sein Leben und seine Wissenschaft
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Kapitel XXVI.

Getreide ffmiüs lruinsnti), ohne hier die Art näher anzugeben, ohne sichzu entscheiden, ob Waizen, Spelt und Roggen gleich erlaubt seien').Dann bemerkt er, daß cs sich gezieme, edeln und guten Wein zumSakrament zu nehmen. Mit heiliger Entrüstung ruft er ans:Ver-flucht sei, wer ans seinen Tisch ausgesuchten Wein kommen läßt, abereinen sehr schwachen (debile vinum) zum Opfer des Blutes Jesu nimmt;verflucht sei, wer den Wein in reinen und kostbaren Gefäßen an sei-nem Tische trinkt, aber in schmutzigen Gefäßen und verbrochenen Kannenden Meßwein anstecken läßt?)", lieber die Gegenwart Jesu im Sa-kramente äußert sich Albertus in Kürze also:Darüber bestanden beiden Nettesten drei Ansichten. Die erste ist: Christus ist unter der Formvon Brod und Wein nickt enthalten, es bedeutet nur, daß Christushier geistig erquicke, wie Brod und Wein leiblich erquicken. Die zweiteAnsicht hält fest, Christus fei unter jenen Formen, aber auch die Sub-stanzen von Brod und Wein bleiben. Die dritte sagt, Christus istganz, mit Leib, Seele und Geist, mit Gottheit und allen Gliedern,hier enthalten, und die Substanzen von Brod und Wein bleiben nicht."Von der ersten Meinung spricht Albert dann mit Entrüstung:Dasist keine Meinung mehr, sondern offne und vernrthcilte Häresie undein Buch, wo sie enthalten ist, sollte verbrannt werden!" Bon derzweiten bemerkt er:Wenn man diese Ansicht genauer prüft, findet man,daß sic, wenn sie auch nicht als häretisch bezeichnet werden könnte, dochsehr unvorsichtig und der Häresie sehr nahestehend sei." Dagegen sagter:Die dritte Anschauung ist die rechtgläubige und wahre, die wirfesthaltcn wollen ^)."

Später sagt Albert über das Wort Communivn:Alle Gläubi-gen heißen das Sakrament Communivn, d. h. Gemeinschaft. Aus sie-ben Gründen trägt es diesen Namen.- Wir werden da vereinigt mitder Quelle aller Gnaden, mit der Glorie der Engel, mit den Heili-gen, mit den Leiden des mystischen Leibes Christi, cs macht, daß wirunsere Habe mitthciten als Almosen, daß wir Alles gemeinsam haben,es macht die wahrste Vereinigung der göttlichen und menschlichenDinges."

Das Wort Messe erklärt Albert also:Das Opfer heißt Messe(missa), weil wir dadurch dem Vater gesandt werden, um einst in den

1) Später sagt er psnis tritieeus.

2 ) ?. 60 .

3 ) 70 .

4 ) ?. 84 .