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Kapitel XXVI.
Hanges am Irdischen, wegen zeitlicher Geschäfte die Vollkommenheitversäumt haben. Für die Excommunicirten und öffentlich Verurtheiltenpflegt die Kirche n»r still im Herzen zn beten, nicht aber öffentlichIn Bezug auf die Brechung der Hostie sagt Albertus: „Früher wurdenach Anordnung des Papstes Sergius die Hostie in drei Theile ge-brochen, ein Thcil sogleich vom Priester genossen als Sinnbild dermit Christo vereinten triumphirenden Kirche, ein Thcil in den Kelchgesenkt als Sinnbild der streitenden, in Mitte der Drangsale nochschwimmenden Kirche, ein Theil bis zum Ende der Messe bewahrt, alsSymbol der leidenden Kirche, die erst am Ende mit dem Leibe Christivereinigt wird. Jetzt aber, da die Andacht der Gläubigen sich gemin-dert hat, genießt der Priester zugleich die Theile, welche die trium-phirende und leidende Kirche verstellen."
Bei der Communion sagt Albertus: „Vor der Ertheilung desFriedenskusses küßt der Priester den Altar, oder Kelch oder am Be-sten den Leib des Herrn. Die Worte, welche er dabei spricht, sindverschieden. Bei uns sagt man: Haltet fest das Band des Friedensund der Liebe. An andern Orten setzt man bei: Damit ihr taugetzu den hl. Geheimnissen. Wieder an andern Orten: Der Friede Christiund der Kirche sei überreich in euren Herzen."
Zur Postcommnnion sagt Albertus: „Die Postcommnnio ist einJubelruf über den Empfang des Gottes, daher sie früher Einer dem An-dern zugernfcn, oder die Priester sie verdoppelt Habens."
Zum Schluffe des Ganzen sagt Albertus: „Das ist's, was wirüber die Feier der Messe kurz und schlicht zn sagen wußten, indemwir Besseren überlassen, Andres, Tiefsinniges darüber zu schreiben."
Wir sehen hier wieder die gründliche Demuth des großen Mei-sters, der doch in diesem Werke eine stannenswerthe Gelehrsamkeit undSinnigkeit gezeigt hat. Doch hat er selbst schon in jenem Traktatauf eine folgende Schrift verwiesen, wo er über das wunderbare Sa-krament in umfassender und erschöpfender Weise sprechen wolle. Auchdiese Schrift hat er »och ausgesührt, sie liegt uns vor unter demTitel: Buch vom Sakramente der Eucharistie. Neber denZweck dieses Werkes spricht er sich also aus: „Weil in Bezug auf dasSakrament des Altars manche besondere Schwierigkeit obwaltet, so
1) ?. 76. Beim Pater noster verweist Atbert auch auf die früheren Commen-
tare und sagt: In den Werken über Matthäus und Lucas haben wir die Bitte(kanem nostruin) umfassend ausgelegt. /
2) ?. SO.