Der sel. Albertus in Würzburg.
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eine Jahrtagstiftnng des kaiserlichen Oberstküchenmeisters Lnpold vonNordenbcrg znm Kloster Rottcnburg,
Bald aber tauchten neue Irrungen auf. Als der Bischof Jringim Anfänge des Jahres 1266 gestorben war, trat eine zwiespältigeBischofswahl ein, indem ein Theil des Kapitels den mächtigen GrafenBcrthold von Hcuneberg, ein anderer den gelehrten und frommenKonrad von Trimbcrg erwählte. Da beide Kandidaten die Wahlgeltend machen wollten, entspann sich ein herber Streit. Graf Ber-thold suchte sich mit Gewalt in den Besitz des bischöflichen Stuhles zusetzen, wurde aber von dem Bisthumsadministrator Bcrthold vonSternberg, den die Bürgerschaft von Würzburg und viele Edle un-terstützten, in der Schlacht bei Kitzingen am 8. Aug. 1266 gänzlich ge-schlagen'). Er verlor an 500 Mann, während auch auf Seiten derWürzburger selbst mehrere Domherren gefallen zu seyn scheinen.Unterdessen war Konrad nach Rom geeilt, um dort die Bcstättigungseiner Wahl zu erholen, starb aber auf der Heimreise am Fieber. Undnun wählte das Kapitel den so tüchtigen Administrator Bcrthold zumBischof, der auch endlich trotz aller Bexationen des Grafen von Hcnnc-bcrg den bischöflichen Stuhl bestieg
Während dieser traurigen Zeit des Zwiespalts und des Kampfesscheint sich Albert in kluger Vorsicht allen Parteien ferne gehaltenund bloß seiner süßen Wissenschaft in der Abgeschiedenheit der Zellegelebt zu haben. Erst i. I. 1267 erscheint er abermals in einer Ur-kunde öffentlich, indem er wieder Frieden stiftet zwischen den Hospital-brüdern von St. Johann in Würzburg und dem Ritter Marquard,genannt Cruso, der des Hospitals Schuldner warst.
Ans all diesen Angaben und Schilderungen erhellt die Wahrheitnnsers obigen Ausspruches, daß Albertus auch in Würzburg der Manndes öffentlichen Vertrauens gewesen, da Alle, im festen Glauben anseine Gerechtigkeit, die Entscheidung ihrer Streitsachen seinem Urthcileanheimstellcn. Aber zugleich sehen wir, dem alten Meister war wiedernicht vergönnt, immer ohne Störung der Ruhe in den geliebten Räu-men seines Klosters zu weilen, er mußte wieder häufig in das Getöseder Welt sich hinausbcgeben, die gewöhnlichen, oft recht kleinlichen
1) In der Schlacht flatterte das berühmte Cyriakuspanier (17' lang, 9' breit,aus Leinwand mit dem Bild des hl. Kilian und eines Fürsten), das noch im histor.Verein zu Würzburg zu sehen ist.
2) Fries a. a. O- 1- S. 371.
3) Reg. i>. 295. Im I. 1267.
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