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Albertus Magnus : sein Leben und seine Wissenschaft
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Der sel. Albertus in Würzburg.

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Jahren die Bürger im Bewußtseyn ihrer Wohlhabenheit und Stärkesich gegen die Oberherrlichkeit der Bischöfe erhoben, Gehorsam undAbgaben ihnen verweigert und schon manchen feindlichen Angriffgegen sie und den Adel sich erlaubt. Durch die Vermittlung der Gra-fen von Henneberg ließen sie sich endlich zu einem Vergleich mit demBischöfe bewegen, der i. I. 1261 geschlossen ward. Es gelobten hie-bei die Bürger, die Rechte, die Obrigkeit und Freiheiten des Bischofs,ihres Herrn, unverletzt zu bewahren und auzucrkennen, das Domkapi-tel und den gestimmten Klerus bei seinen Rechten zu schirmen, Nie-mand ohne des Bischofs Wissen und Willen als Bürger aufzunehmenoder in den Rath zu wählen, die bischöfliche Münze als gültig anzu-crkennen, dem Bischöfe die herkömmlichen Abgaben zu bezahlen, dieJuden (welche unter bischöflichem Geleit standen) bei ihren Geschäftennicht zu stören und zu mißhandeln und das bischöfliche Geleit zu ach-ten und zu handhaben.

Doch bald loderte die Flamme des Aufruhrs abermals empor.Die Ursache war folgende: Nor ungefähr dreißig Jahren hatte KönigHeinrich VII. im ganzen Reiche die Zünfte (?) aufgehoben und ver-boten. Auch zu Würzburg waren sie darum aufgelöst worden. Dochdie Häcker, Bäcker und Metzger hatten sie selbstmächtig erneuert. Dawollte Bischof Jring und das Domkapitel sie abermals aufheben. Dar-über geriethen nun die Bürger in große Aufregung, die i. I. 1265 inoffene Feindseligkeit ausbrach. Sie maßten sich Oeffnung und Sperreder Thore an, neckten das Hofgesinde und die Diener der Geistlichen,verjagten die Juden und die ihnen Entgegentretenden aus der Stadt,prägten im Namen des Bischofs neue Münzen und warfen rings umdie Stadt Bollwerke aus, um sich gegen einen Ueberfall von Seitendes Bischofs zu sichern. Die bei diesem Baue beschäftigten Arbeitergingen in die Stifte und Klöster, um sich dort umsonst ihren Wein zuholen, welcher ihnen auch anfangs in geringerem Maße gereicht wurde.Durch diese Nachgiebigkeit ermuthigt, fanden sie sich aber bald rotten-weise daselbst ein, nahmen, wo mau cs ihnen weigerte, den Wein mitGewalt sammt den Fässern ans dem Keller und plünderten, von die-sem Genuß berauscht, den Bischofssaal, die Höfe der Stistsherrn undbischöflichen Räthe. Da sah sich Bischof Jring genöthigt, dem Unfugzu steuern, zu den Waffen zu greifen und Gewalt mit Gewalt zu un-terdrücken. Am Samstag vor Margarethentag (11. Juli) 1265 ver-schrieb er dem Herrn Konrad von Trimberg 150 Malter Korn aufdas Vorwerk zu Rieden und den Zehent zu Weitoldshausen mit demVorbehalt der Wiedereinlösung, wogegen ihm dieser seine Hilfe gegen

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