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Kapitel XXIV.
Jahre Erholung und Erquickung finden. So kam Albertus noch imVerlaufe des Jahres 1264 nach Würzbnrg zurück, wo er an drei Jahreverweilte. In welcher Weise er diesen längeren Zeitraum zubrachtc,welcher Beschäftigung er sich damals hingab, darüber sind uns wiedernur einige sparsame und dürre historische Notizen aufbewahrt. Sageund Vermuthung suchen darum das Fehlende zu ergänzen. Sicher istnur, daß der greise Meister allenthalben im höchsten Ansehen stand.Der Bischof, der Adel und die Bürger überhäuften ihn mit Beweisenihrer Achtung, ihrer Ehrfurcht und ihres Vertrauens. Dieß bezeugendie vielen fränkischen Urkunden jener Zeit, in welchen Albertus baldals Friedensstifter, bald als Zenge eines wichtigen Aktes erscheint.So legte er am 4. Dezember 1264 im Kloster der Prediger im Ver-eine mit Poppo, dem Dompropste, einen Streit gütlich bei, der zwi-schen dem Stifte St. Johann in Hang und dem edlen Gottfried vonHohenlohe wegen der Propstcircchte in Hopferstat und Rüdershausenentbrannt war'). Wieder tritt Albert auf als Vermittler des Frie-dens im folgenden Jahre. Bischof Jring von Würzbnrg und BruderAlbertus beendigen einen Streit zwischen demselben Kapitel vonSt. Johann in Hang und dem edlen Kraft von Hohenlohe über dieRechte der Propstci und Advokatie in Königshofen, Wolkshauscn,Eichelsee und Herchsheim durch ihren schiedsrichterlichen Ausspruch.Es geschieht dieß am 10. April des Jahres 1265 Z.
Nach einigen Monaten (am 1. Juli) ist er abermals mit demCommenthur der Johanniter, Ulrich von Vellbcrg, Schiedsrichter nndbestimmt, daß die Besitzer des Hofes Wegcnhcim, die in Würzbnrgeine Stallung erbauten, dadurch das Licht im Zehenthause (osnsrmlisäonnis) nicht verbauen dürfen '). Unterdessen waren zwischen dem Bi-schöfe Jring selbst und der gesammten Bürgerschaft arge Streitigkeitenausgebrochen. Um die politische Atmosphäre zu schildern, in der auchin Würzbnrg unser Albertus weilen mußte, um die grause Fluth zuzeigen, die seine Weisheit zu bannen wußte, gebe ich ein gedrängtesBild jenes Kampfes.
Wie in den meisten ansehnlichen Städten Deutschlands, der Nie-derlande und Frankreichs, hatten auch in Würzbnrg schon vor mehreren
1) Die Urkunde in Längs kegeln III, p. 235. Er heißt hier nur noch:
kV. ^.Ikertus, kipiscogus guonNnm Untisponensis. in elaustro Irntruin
kVneäicntoruin in äie Lnrbnrno Vir^inis.
2) Längs Uexosin III, p. 245.
3) Roxesin III, x. 247. Und Fries Würzburger Chronik. 1848. I, 355.