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Albertus Magnus : sein Leben und seine Wissenschaft
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Kapitel XXIIl.

auch noch mit der Würde eines Kreuzpredigers ansgestattet gewesenund mit welcher Begeisterung er sich wieder um die Förderung einesKirchenbaues angenommen!

Wohl haben wir nun Grund, zur Vermuthung uns Hinzuneigen,der ehrwürdige Greis werde jetzt sich bleibende Ruhe gegönnt und inder Nähe jenes Klosters der Dominikaner, wo sein leiblicher BruderHeinrich das Amt eines Priors verwaltete'), für längere Zeit geweilthaben. Allerdings verlangte wohl Albert nach solcher Ruhe. Aberer war ja noch mit der Verkündigung des Kreuzzuges betraut vompäpstlichen Stuhle. Darum konnte er noch keine Ruhe genießen, erwollte nicht als träger und unnützer Knecht erscheinen, sondern er er-griff wieder den Wanderstab, um Herren und Volk für das heilige Un-ternehmen zu begeistern. Abermals liegt jedoch Dunkel auf den Wegen,die er gegangen. Er mag durch die lieblichen, fränkischen Gauen,durch das prächtige Bamberg und das stolze Nürnberg, wo man spä-ter nach Prussia ja seine Handschrift zeigte und wo damals auch be-reits das Klösterchen der Prediger sich erhob ^), die Rückreise gemachthaben. Wir treffen ihn aber erst wieder in Regensburg, wo er am18. März des Jahres 1264 eine Urkunde ausstellt, über das in seinerGegenwart abgelegte Versprechen des Ritters Zacharias von Hag, daßer als Lehensmann der Bischöfe von Regensburg seine Kinder nichtverehlichen wolle ohne Bewilligung des Bischofs ^). Ans diesem Schrift-

pro eonventn rnonialirnn Loeliporlae, Oistsrtiensis ordinis, ksrbipolensis dioe-csseos, ot> oratorii sui sninptuosam eonstruetionem. Latum kerbipoli VI. LH.dnnii (27. ikai). Im Jahre 1264 ertheilt dann auch Bischof Jring von Würzburgsolche Ablässe zum Bau jenes Bethauses, von dem es heißt, es sei maAnikiee in-eboata. p. 227. Wenn in einer Kölner Urkunde vom Mai 1264 auch ein LIbertnsobori episcoxus vorkommt, so ist dieses schwerlich unser Albertus, der sich von nunan immer gnondam kpiseopus katisp. nennt. Vgl. Lpologia des Erzstifts Cölln-S. 60- Lbori episeopns heißt auch Chorregent.

1) Ob schon damals, oder erst später, ist ungewiß.

2) Vgl. Ussermann! Lxiseopstus Lsinberg. p. 425 (in Nürnberg seit 1248)und x. 379.

3) Bei kied, 6od. diplom. I, p. 473. Sie beginnt! Los Liberins quondainKalis, kpiseopus, nniversis presentes Literas inspsoturis volnrnus esse notuin,yuod in nostra praesentia constitutus 2aebarias de Laxe indes llds data pro-misit in nranibns domini Leonis Kat. Kpi. et niobiiominus oorporaliter praesli-tit zuramenlum ete. Auf dem unten angebrachten Siegel Alberts steht; 8. IratrisLlberti huondam kxi. kalisponen. de Ord. kraed. Zwar ist Negeusburg nichtgenannt als Ort der Ausstellung, da aber auch alle Zeugen aus der Gegend von