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Albertus Magnus : sein Leben und seine Wissenschaft
Entstehung
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159
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Der sel. Albertus als Prediger des Kreuzes. 159

bei dem Mangel an alten Zeugnissen können wir kein bestimmtesUrtheil fällen. Wir wissen eben so wenig, welchen Weg Albertus vonda eingeschlagen. Aber wir vermuthen, daß er durch Schwaben nachdem prächtigen Ulm, dann durch die reizenden Thäler der rauhen Alpnach Eßlingen und Gmünd gezogen, weil er später das Kloster derDominikanerinnen in letzterer Stadt sogar unter seiner Erben Zahl gesetzthat und auch sonst mehrmal vom wnrtcmbergischen Schwaben spricht'),was öftern Aufenthalt dort vermuthen läßt.

Sichere Kunde vom Albertus gibt uns erst wieder eine Urkundevom 27. Mai, zn welcher Zeit der alte Meister bereits in Würzburgerscheint. Hier in dieser herrlich gelegenen, hochgescgnetcn und mitGottesbanten reichgcschmückten Bischofsstadt Frankens scheint er sichwährend der nächsten Monate ausgehalten zu haben. Es hat sich dieSage erhalten, daß Albertus damals den hinter der Dechanei znmneuen Münster gelegenen Hof Wicsenfeld Z bewohnt habe, vielleichtweil der Bau des Dominikanerklosters in Würzburg erst im Entstehenbegriffen war. Auch hier scheint er wieder vor Allem Bedacht zu neh-men auf Förderung des religiösen Sinnes und auf Unterstützung derklösterlichen Institute. Da die Nonnen vom Orden des heiligen Bcr-nardus im Kloster Himmelspforte, das in einiger Entfernung von derStadt an den reizenden Ufern des Mains gelegen ist, einen groß-artigen Kirchenban ansführten, wollte auch Albertus das schöne Werknach Möglichkeit unterstützen. Vermöge der ihm bleibenden Würdeeines Bischofs verhieß er allen denen, welche zum heiligen Bail einenBeitrag gäben, einen Ablaß, wenn sie die gewöhnlichen Bedingungenerfüllten. Wir sehen ans der erhaltenen Urkunde Z, daß Albertus damals

von der neuen Welt von Alex. v. Humboldt. Deutsch v. Jdeler, Berlin 1852. I. Bd.S. 70.

1) Er spricht in einer früher» Schrift, in die er aber später immer neue Noteneintragen konnte, vom Ausbleiben des Neckars bei Laufen, das er selbst gesehen, vondem Steine, den er von einer Gräfin in Schwaben erhalten u. s. f. (IVIiiieralox.l>. 231.)

2) Vgl. Frieß, Würzburger Chronik I, 355, Oberthür: Albert der Große inWürzbnrg in der Nnemos^ne, Jhrg. 1829. Ebenso Würzburg und seine Umgebun-gen von Hcffner und Pr. Neuß 1852. Nach ihnen Bianco, Geschichte der UniversitätKöln, S- 54.

3) Gegenwärtig ein Kloster der Karmelitinnen. Die Cisterzienserinnen warenvon einer andern Stelle hieher übergefledelt.

4) Längs Rsxssts, Volum. III, p. 205. Hier heißt es: ^Iberti Lxiseopi quonäsmUatispononsis per Vlimanniam et Loemiam erueem praeclieantis, inclulxentiae