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Albertus Magnus : sein Leben und seine Wissenschaft
Entstehung
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153
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Der sel. Albertus verzichtet auf sein Bisthum Regensburg. 133

Doch geben die erhaltenen Urkunden die Glanzpunkte des Zeitraumesan, innerhalb dessen Albert von der Verwaltung des Bisthums abtrat.In der Urkunde vom 26. Februar des Jahres 1262, welche Chammün-ster betrifft, erscheint Albert noch als Bischof, das Kapitel nennt ihnnoch seinen ehrwürdigen Herrn und Bischof'). Dagegen geht ans derUrkunde des Papstes Urban, die wir oben mitgetheilt und die am11. Mai 1262 ausgestellt ist, offenbar hervor, daß Alberts Resignationschon vor einiger Zeit eingetreten, da das Kapitel bereits einen Aus-schuß von fünf Mitgliedern erwählt hatte, welche den Dekan Leo zumBischof erkoren. Es muß die Abdankung Alberts also zwischen dem26. Februar und 11. Mai des Jahres 1262 geschehen seyn. Ja, dabereits im Mai jene Rückantwort von Viterbo erschien, welche die An-zeige der Wahl Leo's durch das Kapitel beim päpstlichen Stuhl vor-aussetzt, so muß bei den damaligen beschränkten Mittheilungsmittclnangenommen werden, daß Albert schon an zwei Monate früher seinehohe Stellung verlassen habe Z, so daß wir mit ziemlicher Zuversichtannehmen dürfen, die Resignation sei im Monate März jenes Jahresgeschehen.

Und so erhellt, daß des Albertus Hand gerade zwei Jahre denHirtenstab von Regensbnrg geführt habe ^). Nicht groß ist also derZeitraum, in welchem Albertus den Stuhl des hl. Wolfgang zu Re-gensburg iune hatte, aber Großes war in Kurzem vollbracht worden.Albert hatte seine Aufgabe nach Kräften gelöst und der Zerrüttungdes Bisthums mit Segen entgegengewirkt. Der Friede zwischen demBischöfe, dem Kapitel und der Bürgerschaft war hergestcllt, die Schul-denlast getilgt, der sittliche Zustand des Klerus, der Klöster und desVolkes war durch Visitationen, durch Synoden, durch eifrige Anwen-dung der Heilsmittcl, durch das Vorbild der Heiligkeit, durch mündliches

1) Riecl, Ooä. äiplum. I, p. 464.

2) Alles in der päpstlichen Urkunde setzt den Verlauf einiger Zeit voraus, soauch die Worte: Oum postinoäuin inter praeäieios gninyue iraciaiuin wissetäiutius super substiiuiions xastoris, c^uatuor ex eis in äieiuin lüleciunr (Deo-nein) unaniiniier et eoncorlliter oonsenssrunt ei ipsuin ele^erunt eanonies po-stulanäuin in Lpiseopuin ei kasiorein Leelesiae inenroraiae.

3) Die verschiedenen Angaben der Chronisten über die Negierungszeit Alberts(einige nennen 1 Jahr, andre 2, andre 3 oder 4 Jahre) kommen theils daher, daßAlberts Ernennung noch i. I. 1259 erfolgte, theils daher, daß er erst später nach Kölnzurückkehrte. Uebrigens sagt Tholomäus, der Zeitgenosse, er habe 1262 resignirt.Lctiarä 1, 168. Hochwart berichtet, Albert sei 1 Jahr und mehrere Monate Bischofgewesen. Ost. I, 208.