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Albertus Magnus : sein Leben und seine Wissenschaft
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Wie Albertus auch jetzt hl. Bücher schreibt.

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zwei aus, weil es zwei Gebote der Liebe giebt. Unter wenigerals zweien kann die Liebe nicht bestehen; weil die Liebe immer aufein Anderes hingeht. (Joh. 13.) Daran werden alle erkennen, daßihr meine Jünger seid, wenn ihr Liebe zu einander habet. Die dritteUrsache ist, damit sie sich durch gegenseitigen Trost unter Gläubigenund Verfolgern erquicken sollten. (Eccles. 4.) Besser ist's, wenn zweisind denn einer; dann haben sie nämlich den Trost gegenseitiger Hilf-leistung. (Sprichw. 18.) Der Bruder, welcher von seinem Bruder un-terstützt wird, ist wie eine feste Stadt."

Bei der Schilderung der Kreuzigung des Heilands, wo der Evan-gelist erzählt: sie führten ihn hinaus an den Ort, der Cal-varia heißt, bemerkt Albertus:Calvaria heißt das Haupt desMenschen, wenn es von Haut, Haaren und Fleisch losgcschält ist, wasdie Aerzte Schädel nennen. Daher heißt cs (4. Könige 9.): Sie fandennur den Schädel und die Spitzen der Hände und Füße. Jener Ort hießaber Calvaria von dem darin Enthaltenen, weil auf ihm viele Schädelvon Gehängten, Geköpften und Hingerichteten lagen. Wenn Ambrosiusbemerkt, er heiße Schädelstätte, weil der Schädel des Adam dort begra-ben sei, so nennt dieß Hieronymus eine fromme, aber unrichtige Er-klärung, weil wir Josue 14. lesen, Adam sei bei Hebron begraben.Und darum sagt man, jener Ausspruch sei nicht vom wahren Ambro-sius , sondern von dem Ambrosius, den man Adopertns heißt und der-ben ächten vielfach gefälscht hat, indem er seine thörichten Dinge unterdie weisen Anssprüche von jenem mengte. Doch scheinen die Maleran dieß zu denken, weil sie einen Schädel unter das Kreuz malen.Aber darüber sagt Horatins, Maler und Dichter hätten immer diegleiche Erlanbniß, Alles zu wagen.

Dort also kreuzigten sie ihn, damit schon durch den Ort ange-zeigt würde, daß nicht den Inden, die in der Stadt wohnten, sondernden Heiden, die auf den Feldern hernmstreiften, zunächst seine Kreuzi-gung fruchten sollte. (Hvhel. 2.) Ich bin die Blume des Feldes unddie Lilie der Thälcr. (Daniel 9.) Nach zweinndscchzig Wochen wirdChristus getödtet werden und es wird nicht sein Volk seyn, das ihnverlängnet. Und mit ihm kreuzigten sie auch zwei Räuber, einenzu seiner Rechten, der in sich ging, und einen zur Linken,der in der Bosheit verharrte. Diese deuten, wie Augustinus sagt,zwei Kreuze an, das derjenigen, die gegen ihren Willen leiden unddoch leiden müssen, die stehen zur Linken, und das Kreuz derer, welchegerne das Fleisch kreuzigen für Christus und diese stehen zur Rechten.(Gal. 5.) Die Christi sind, kreuzigen ihr Fleisch mit seinen Lastern