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Albertus Magnus : sein Leben und seine Wissenschaft
Entstehung
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135
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Wie der sel. Albertus sein Bisthum verwaltet. 133

ganz und ohne Abzug liefern. Und daher soll die Pension, die manjener Kirche anflegt, müßig seyn, damit sie zu diesen Abgaben undnoch zur Ausübung der Gastfreundschaft') hinreichende Mittel habe.Und der Ausfall eines Jahres soll nicht Klagen und Schwierigkeitenin Bezug auf die Zahlung der Pension verursachen, sondern man sollauf die kommenden Jahre rechnen und die Pension jährlich, was sichauch ereignen wolle, ohne Widerrede bezahlen. Zur Bekräftigungund zum Gedächtniß dieser meiner Schenkung ließ ich dieses Blattschreiben und durch mein Siegel bcstättigcn. Das geschah im Jahredes Herrn 1260. Regensbnrg am 16. Juli/")

So war also Albert unablässig bemüht, die zeitliche und geistlicheLage seiner Mitstreiter im Heere Gottes zu verbessern, den Samen derUnzufriedenheit zu ersticken, so das Reich des Friedens und der Ein-tracht zu verbreiten, und das Wohl der Kirchen zu fördern.

Daß Albert mit gleicher Liebe der Armen, Kranken und Hilflosengedachte, haben wir schon früher angeführt. Dafür zeugt aber aucheine Urkunde, die uns erhalten ist, und worin Albert dem Katharinen-hospital am Fuße der Brücke zu Regensbnrg milde Gaben erwirkenwill 3). Er sagt dort, sich an alle Acbte, Pröpste, Dekane, Pfarrerund Vikare der Diöcese wendend:Da wir alle, wie der Apostelsagt, vor dem Richtcrstuhl Christi stehen und erhalten werden, jenachdem wir im Lcibesleben gcthan, Gutes oder Böses, so müssen wirdem Tag der letzten Acrnte durch Werke der Barmherzigkeit zuvor-kommen, und im Hinblicke auf die ewigen Güter auf Erden säen, waswir durch die Vergeltung des Herrn mit vielfältiger Frucht im Him-mel wieder ärnten können, indem wir die feste Hoffnung und das Ver-trauen haben, daß, wer sparsam säet, auch sparsam ärnten wird, weraber unter reichen Segnungen säet, auch von diesen Segnungen dasewige Leben ärnten wird. Da nun das Hospital der hl. Katharinaam Fuße der Brücke zu Regensbnrg über seine Kräfte durch eine Massevon Armen und Nothleidendcn so belastet ist, daß es jene Armen

1) Sogar dieser wird also zartsinnig gedacht!

2) In einer späteren Urkunde vom 26. Februar 1262 erklärt das Kapitel, diesePfarrei dem Priester Otto von Hagenbül als Pension verliehen zu haben; da aberdieser nun gestorben, so soll die Pfarrei in Zukunft jährlich 60 Pfd. bezahlen zuden Präbendc», und zwar alle Freitage des Jahres 1 Pfd-, die übrigen acht amJahrestag des geliebten Bischofs Albert (4 Pfd.), am Tag der Auffindung des heil.Stephanus (2 Pfd.) und am Jahrestag des vorigen Bischofs Albert I. (2 Pfd.). BeiUieä, 6oä. äipl. I, 463.

3) Bei Riocl, 6oä. älpl. I, 459.