Wie der sel. Albertus sein Bisthum verwaltet. 131
Ruhcorte der Betrachtung gestört zu werden!') Aber er sah es mitRecht als einen wichtigen Thcil seines Hirtenamtcs an, das Ver-möge» seiner Kirche zu erhalten und zu schützen, er wollte auch indieser Hinsicht sich als guter Haushalter des Herrn erweisen. BeimAntritt seiner Regierung war der bischöfliche Haushalt in völliger Zer-rüttung, alle Kassen standen leer, Schulden waren in großer Fülle ge-macht worden, die Scheunen waren wie ausgcsegt, und in den Kellernfand sich kein Tropfen Wein vor^). Aber nach kurzer Zeit kehrteOrdnung in dieses Chaos. Albert setzte sich treue Männer zur Seite,die frei von Habsucht waren, und deren er sich bei diesen Geschäftender Verwaltung mit Zuversicht bedienen konnte ^).
So wurden alle Güter, Felder und Weinberge gut bestellt. Dannbefließ er sich der höchsten Sparsamkeit im eignen Haushalte, wie wirsahen. Angezogen durch den Glanz seiner Frömmigkeit, brachten auchbegüterte Diöccsanen ihm Geschenke dar ^). Auf solche Weise wurdenbald die Mittel herbeigcschasft, um die drückende Schuldenlast zu ver-mindern. Die Regensburger Chronisten können den Ausdruck ihresStaunens nicht zurückhalten über die Herstellung der bischöflichen Fi-nanzen, die Albert in der kurzen Zeit seiner Regierung vollbracht hat.Noch ist uns das Verzcichniß der Schulden erhalten, welche er getilgtim Verlauf von zwei Jahren^). Sie belaufen sich auf die Summe
1) Rudolph.
2) So berichtet Hochwart nach einer alten Ausschreibung. Er sagt: Dxo inguoäam vetusto eoäiee nostrao bibliotbecae sie lexo: Leienäum est, ^uoä tratreXiberto, oräinis l?raeäieatorum, gui äielus est magnus, quonäam Ratisponnenseopiseopo, veniente super episeopaluin suurn loria tertia post Hamas Dalmarumnee in csllario Ilpiscopali unieam invenit g-utam potus, nee in xranario uni-cum Arannm blaäi, ot simpliciter pro se vel eguis suis paseenäis non invenitguiäguam, etiam vslsns nnicnm ovum. Item aä eulluram vinsarum, guae tuneimminebat, nee aä iimum eomparanäum, nee aä praebcnäam vinitoribus aämi-nistranäam unieum invenit äenarium. (Ost. I, p. 207.)
3) Rudolph.
4) So Rüdiger von Bachem einen Weinberg. Bgl. Nied I, 470.
5) Hochwart berichtet I. e.: Xb eoäem Nie, huo episeopatum intravit usc^ueaä seeunäum annum, c>uo ei suecessor Init substilutus, ccelesiam suam intraseriptis äsbitis exoneravit. »Viäelieet spuä Xaron äuäacum in centum libris,apuä Rreunsperg-arium in I. tl. In guibusäam obli^alionibus in DobenburZIrante montes in DV libris. Xpuä D^sbaeb in XX libris. Xä I?oxavarinm apuä.IVoltbaräum in X libris. Xpuä Dosoltra^erium in XXIII libris. Xpuä Do-minum Driäerieum »ls Derge in D libris. Xpuä Dominum äe Rorbacb inXVII libris, in Dngelbovebeim apuä relictam Domini Doswini in XV libris.
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