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Albertus Magnus : sein Leben und seine Wissenschaft
Entstehung
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Kapitel XX.

legte das Resultat der Untersuchungen in einem eigenen Berichte nie-der ') und drang auf Beobachtung der hl. Regel.

Bei diesem Werke der Herstellung alter Klostcrzncht scheint ihmaußer dem Abt Hermann von Niederaltaich besonders auch der neue AbtPoppo von Obcraltaich behilflich gewesen zu seyn. Denn wir lesenin den Annalen von Altaich:Im Jahre 1260 wurde der MönchPoppo von Niederaltaich zum Abt von Obcraltaich erwählt, ein Mannvon großer Einsicht und Frömmigkeit, durch dessen Eifer die klösterlicheZucht in der Diöcese Rcgcnsburg an vielen Orten wieder hergestelltzu werden begann Z."

Und so dürfen wir gewiß der Ucberzengung seyn, Alberts Be-strebungen in dieser Hinsicht seien nicht fruchtlos gewesen. Aber auchdie Pflege und Einwirkung zur Besserung des Volkes versäumte ernicht. So oft eine Festzcit kam, hielt er das Hochamt in seiner Ka-thedrale und verkündete mit Freuden das Wort Gottes^). Wir kön-nen uns unschwer eine Vorstellung machen, wie Albert bei solchen Ge-legenheiten am Altäre den hohen Dienst übte, gewiß schon in seineräußern Erscheinung eine ehrwürdige, herrliche, erbauende Gestalt ^). Erstand da, angethan mit der spitzcnloscn, bis über die Füße hinabwal-lcuden Albe, die an der Stelle der Brust, der Hände und Füße mit

1) Er soll noch erhalten seyn und mit den Worten beginnen: Oraler Albertus,äivina rniscratione bloclesiae HaUsponncnsis episenpus, relert de Visitation? rno-naeborum Nctae. Das Datum ist vom 25. März 1261. So A. Niedermayr imoben citirten Aufsätze. Uebrigens heißt es aber in?. Nupert Mittermüllers Ge-schichte von Metten (Straubing. 1857.) hierüber S. 40:Nicht bloß vom Papstewar Albert (Abt von Metten) zu Verhandlungen verwendet worden, sondern auchsein Diöcesaubischos, der heilige Albert der Große, bediente sich seiner zu ähnlichenZwecken. Wir lesen nämlich im Codex der Benediktiner-Regel, der i. I. 1414 inMetten geschrieben wurde, daß der erwähnte, fromme und gelehrte Bischof vielleichtin Folge der oben erwähnten vom Papste ergangenen Befehle und der Beschlüsse desreformatorischen Generalkapitcls von Salzburg an alle Benediktiner-Acbte eine Con-stitution erließ, worin er ans Beobachtung der heil. Regel drang und die Aebte vonMetten und Obcraltaich zur Untersuchung der Klöster beauftragte. Vielleicht stehtdamit die Angabe des ?. Hcmanuer in seinem historischen Entwürfe von ObcraltaichS- 174 in Verbindung, wonach der hl. Albert der Große verordnet hätte, daß AbtHermann von Niederaltaich i. I. 1261 zu Metten eine Visitation vornehme."

2) ^nnales Hermann! ^Ualrensis abdatis bei Oelele I, 681.

3) Rudolph.

4) Ich halte mich hiebei zumeist an den Ornat, womit Alberts Leiche im Grabegeschmückt war und der noch in Köln zu schauen ist bei St. Andreas. Es war diesesAlberts Ornat an Buß- und Trauertagen.