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Der sel. Albertus wird Bischof vou Regensburg.
Kleriker und der Vornehmsten der Stadt') in den Chor ein, nahtesich dem Hochaltäre, warf sich zur Erde nieder und goß sein Gebetvoll Andacht aus vor dem Herrn. Inzwischen war noch mehr Volkbeiderlei Geschlechts ans der ganzen Stadt zusammengckommcn undnach Vollendung des Gebetes ward Albert vom Klerus unter Gesän-gen der Freude als Oberhirt ans den Thron gesetzt und dem höchstenHirten empfohlen ^). Alle lobten den allmächtigen Gott, der ihneneinen solchen Hirten gegeben, den Heiligkeit des Lebens und Glanzder Gelehrsamkeit bereits in der ganzen Welt berühmt gemacht^).Dieß geschah aber am Dienstag in der Charwoche, nämlich am dreißig-sten März des Jahres 1260 ^).
Hiemit beginnt ein neuer hochwichtiger Abschnitt im Leben unsersAlbertus. Während wir ihn bisher zunächst in seinem Wirken alsGelehrten und Ordcnsmann bewunderten, erscheint er jetzt als Kirchen-fürst, das Steuerruder einer der größten Diöccsen Deutschlands mithoher Weisheit und so gesegnetem Erfolge lenkend, daß wir ihm auchauf diesem Gebiete den Zoll unsrer Anerkennung nicht versagen können.
Kapitel xix.
W» stiigt« Alderiw Wandel ala Mfchdf von Negmbarg.
So war Albertus also gesetzt als Obcrhirte über jene Heerde desHerrn, die bereits durch so viele heilige Bischöfe, unter denen be-sonders Emmcran und Wolfgang leuchten, war geführt und geweidetworden. Er bezog die Residenz des Bischofs, welche in der Nähe derKathedrale lag und noch von ziemlich geringer Ausdehnung und
1) Bürgermeister war Albrecht Partner seit 1259. Vgl. Negensburgs Geschichtevon Gumpelzheimcr I, 308. Die Mitglieder der zahlreichen Klöster waren wohlauch erschienen.
2) Alles wörtlich nach Prusfia. Wo Albert die Consekration empfangen, ist nir-gends zu finden.
3) Rudolph.
4) Hochwart, der Regensburger Chronist, sagt ausdrücklich: Venit super eplseo-paium suum Rallsponneusem leria teriia post ramos palmarum. Oel. I, 207.In jenem Jahre traf aber der Palmsonntag auf den 28. März. Die andern Schrift-steller variiren in Bezug auf die Zeit der Erhebung Alberts zum Bischof. Hermannvon Altaich bezeichnet das Jahr 1258 als Jahr der Ernennung (Oel. I, 679), derAnonymus N. d. I. 1265 ebendort.