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Albertus Magnus : sein Leben und seine Wissenschaft
Entstehung
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Der sel. Albertus als Friedensstifter in Köln.

sprnch der Städter und dieses Herkommen zu beachten, ließ nach Be-lieben Geld prägen. Die Bürgermeister begaben sich zum Kirchen-fürstcn und machten ihm Vorstellungen wegen dieser llcbergriffe. AberConrad war nicht an Entgegnungen und Vorwürfe gewöhnt; er gabeine heftige Antwort, rüstete sich zum Abzug und verließ baldigst dieStadt. Er zog hierauf in seine Burg nach Andernach und sandte vonhier ans der Bürgerschaft von Köln den Fehdcbrief. Rasch ließ ereine Anzahl Kricgsfahrzeuge zimmern, zog in der Fastenzeit i. I. 1251den Rhein hinunter und ließ in Deuz, das Köln gegenüber liegt, an-lcgcn. Da er einsah, mit einer Belagerung nichts ansrichten zu kön-nen, war es ihm willkommen, als ein geschickter Meister sich anbot,die gegenüber ankernden zahllosen Kauffahrteischiffe der Kölner durchgriechisches Feuer in Brand zu stecken. Er nahm das Anerbieten mitFreuden an in der Hoffnung, durch solchen Verlust die Kölner Kauf-herren zu einem günstigen Vergleich zu zwingen. Aber das ganze Ex-periment mißlang, der Weinkahn mit den Brennmaterialien verbrannte,ohne den Kölner Schissen den geringsten Schaden znznsügen. Damahnte der Ritter Hermann von Vitenhofen den Erzbischof, von derBelagerung abzustehen und eine friedliche Aussöhnung zu versuchen.Die Kölner, sagte er, seien einträchtig und reich mit Mnndvvrräthcnversehen, also nicht leicht zu bezwingen. Auch sei jetzt heilige Fasten-zeit, wo sich Fehden übel geziemten. Der Erzbischof, so streitlustig erwar, gab dennoch gerne solchen weisen und frommen Vorstellungennach, schloß einen Waffenstillstand und ließ der Stadt eine Sühneaubietcn. Die Entscheidung der streitigen Punkte wurde in die Händedes Kardinal-Legaten Hugo von St. Sabina und des Bruders Al-bertus, des Lektors der Prediger, gelegt, die beide dem Domini-kanerorden angchörtcn. Die armen Mönche waren also die Männerdes Vertrauens ans beiden Seiten; wie der stolze Kirchenfürst, sobaute auf ihre Weisheit »nd Rechtlichkeit auch die reiche Bürgerschaftvon Köln!

Ein Jahr währte es, bis der Vergleich zum förmlichen Abschlußkam, der die gegenseitigen Rechte für die Zukunft bestimmte. Es sollteder Erzbischof nur zweimal Münze schlagen dürfen, und zwar mitgutein Gepräge; die Zölle in Neuß und an den Orten, wo der Kirchen-fürst wider die Privilegien solche errichtet hatte, sollten aufgehobenseyn, dagegen sollten die Kölner schwören, keine fremden Waarcn ein-zuführen unter ihrem Namen, um sie vom Zoll zu befreien. Endlichsollte allgemeiner Friede seyn zwischen dem Erzbischof und sämmtlichenEinwohnern der Stadt, Christen und Inden; und es sollte allgemeine