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Der souveraine Orden vom Heiligen Johann von Jerusalem und seine Wiederbelebung
Entstehung
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von der eigenen Unwürdigkeit tief durchdrungen und niedergebeugtist, vereinigt mit jenem würdevollen katholischen Selbstgefühle, wel-ches weder ans Eitelkeit, noch aus Hochmnth, sondern zur Ehre undaus Liebe Gottes seine katholische Stellung und seine religiösen,bürgerlichen und socialen Rechte sich und Andern zu wahren weißmit einem Worte, der Geist katholischer Ritterlichkeitund katholischen Muthes. Leider begegnet uns Demuth imLeben nur zu häufig als leeres, pietistischeS Gewimmer und alsscheinheiliger Deckmantel geistigen Stolzes und geistiger Eitelkeit,und Muth als heidnischer Hoch- und Uebermuth, Selbstgefühl aberals eben so lächerliche wie unchristliche Selbstvergötterung und Jun-kerdünkel. Alle diese Mängel haben ihren Ursprung in einer fehler-haften Erziehung, und cs ist hohe Zeit, ihnen kräftig entgegen zuarbeiten, was durch nichts wirksamer geschehen könnte, als durch eineErziehung der reiferen Jugend im wahren Geiste des Ordens, wel-cher uns hier beschäftigt.

Jndeß muß man sich hüten, mit zu vielen Gegenständen zu-gleich zu beginnen; man würde leicht in Gefahr gerathen, sich znzersplittern, besonders da die moralischen und persönlichen Kräfteerst gebildet werden müssen und die materiellen Mittel im günstigenFalle im Anfänge deii Bedürfnissen kaum entsprechen dürften. Wirhaben daher mit dem Gesagten nur andeuten wollen, über wie man-nigfache Gebiete sich die Thätigkeit des Ordens, seinem Geiste ge-mäß, in der Folge auSdehnen könnte, wenn Gott ihm Gedeihenverleiht.

Was nun das oben erwähnte, in Deutschland zu errichtendeOrdenShaus betrifft, so wäre zu wünschen, daß diesem Hause durchLage und Dotation Gelegenheit gegeben würde, Landwirthschaft mitseinen übrigen Zwecken zn verbinden. Denn die auf Gund und Bo-den basirten Stiftungen dieser Art sind die natürlichsten und dauer-haftesten, und die Beschäftigung mit der Landwirthschaft würde demGeiste und den früheren Gewohnheiten des Ordens durchaus ent-sprechen und ihm die Einfachheit und eine stete, rege Thätigkeit sei-ner Mitglieder sichern. Dabei verbindet nichts organischer, natür-licher und inniger mit dem umgebenden Leben, als der Besitz vonGrund und Boden, und das Wohnen auf demselben. Denn hierausgehen alle die natürlichen und wohlthnenden Beziehungen hervor,welche die verschiedenen Stufen des Lebens zu einem lebendigenGanzen vereinigen. Ein lebendiges Beispiel hievon sind die früheren