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Der souveraine Orden vom Heiligen Johann von Jerusalem und seine Wiederbelebung
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gründen. Eine solche Anstalt ist ein locales Bedürfniß, da in denletzten Jahren die Zahl der lateinischen Pilger sich ungemein ver-mehrt hat. Da die Ritter vom h. Johannes ihrem Berufe nachHospitaliter sind, so ist es natürlich, daß sie die durch das Be-dürfniß gebotene Gelegenheit benutzen, um zu ihrem ursprünglichenBerufe zurück,zukehren. Nach der lebendigen Theilnahme, welche

dieses Werk Gottes vom Anfänge an bei den Katholiken gefundenhat, steht zu erwarten, daß sich eine hinreichende Anzahl ernsterMänner finden werde, die aus einfachem, gutem katholischen Willenzur Ehre Gottes und dem Heile ihrer Seelen und ans innerem,aufrichtigem Berufe an diesem h. Unternehmen sich betheiligen, wel-ches, wenn in rechter Weise begonnen und von der Gnade Gottesgetragen, zu einem mächtigen Werkzeuge in der Hand der Allmachtsich entwickeln dürfte, um mit der Zeit ein Heilmittel mancher gro-ßen Nebel unserer Zeit zu werden.

In Bezug auf Jerusalem einige wenige Worte. Es ist imAllgemeinen bekannt, in welch' bedrängter Lage sich die katholischeKirche im h. Lande befindet, wie sie namentlich durch die freche An-maßung und die Uebergrisfe der Schismatiker, durch ihre stets thä-tigcn Jntriguen und offenen Gewaltthütigkeitcn, Schritt vor Schrittan Stellung und Rechten verliert, so daß es nicht fehlen kann, daßsie alle die h. Plätze, welche sie entweder noch ganz oder theilweisebesitzt, ja selbst das Grab unsers Herrn Jesu Christi, und allesklebrige bald einbüßen und endlich dem Schisma erliegen muß, wennnicht baldigst ernstliche und energische Maßregeln zu ihrer Erhaltung,zur Wahrung und Kräftigung der allgemeinen katholischen Interessenin Palästina ergriffen werden. Hiermit deuten wir nicht auf dieErneuerung diplomatischer Verhandlungen über diesen Gegenstandhin. Ihre Frivolität und Nutzlosigkeit hat sich zu häufig in unserenTagen gezeigt, als daß man noch irgend andere Resultate von ihnenerwarten könnte als die bisherigen, nämlich: für jede den orientali-schen Katholiken oder Christen im Allgemeinen in den Friedens-schlüssen und Verträgen von Seiten des türkischen Kabinetes garan-tirte Freiheit, jedes feierlich zugcstandene Recht, nicht allein dieNichterfüllung dieser Freiheiten und Rechte, sondern um den Hohnund die Verachtung der Pforte gegen die europäischen Kabincte rechtoffenkundig vor der Welt zu dokumentireu, der neue Verlust nochanderer Freiheiten und Rechte. So wurde die Welt mit großem