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Der souveraine Orden vom Heiligen Johann von Jerusalem und seine Wiederbelebung
Entstehung
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Wendet man aber dieselben Principien des Communismus auf welt-liche Verhältnisse, ans die bürgerliche Gesellschaft an, so bringen sieein entschieden entgegengesetztes Resultat hervor und erzeugen Anar-chie, moralische und bürgerliche Auflösung. Ganz in ähnlicherWeise mußten dieselben Einrichtungen, welche den Orden vom h-Johannes zum religiösen Orden machten, und seinen Segen undseine Heiligung bedingten, so lange er das in Wirklichkeit war, ihmzum Verderben gereichen, als er diesen Charakter verloren hatte.Der Verl u st seines religiösen Orden scharakters aber,sowie alle die Unordnungen und Verirrungen, diedem selben voraufgingen und ihn vor bereiteten und denendlichen Fall deS Ordens herbeiführten, habensämmtlich ihren ersten Grund im Systeme der Lam-menden; denn es ist seiner Natur nach mit den Grundsätzen einesreligiösen Ordens, er sei welcher er wolle, durchaus unverträglich;so zwar, daß ein Orden, welcher dasselbe einführcn wollte, in dem-selben Augenblicke aufhören müßte ein Orden zu sein. Es würdendaher alle Bemühungen, dem Orden vom h. Johann neues Lebeneinzuflößen, fruchtlos bleiben, oder nur einen augenblicklichen undzwar erkünstelten Erfolg haben, so lange das Commenden-system existirt. Es ist der Fluch des Ordens.

Nicht ohne Widerstreben und innigen Schmerz haben wir dieim Orden begangenen Fehler und seine endliche Auflösung behandelt,eines Ordens, der in so mancher Beziehung zu den größten Erschei-nungen der katholischen Kirche gehört. Da es aber der Zweck dieserBlätter ist, eine möglichst klare Idee von dem Leben und dem Berufdieses Ordens zu geben, so war es vor allen Dingen nothwendig,besonders in Rücksicht auf seine Regeneration, uns klare Rechenschaftvon den Ursachen seiner Ausartung und seines Falles zu geben, da-mit die Geschichte der Vergangenheit uns als praktische Lehrerin fürdie Bildung seines zukünftigen Lebens zur Seite stehe. Wir habennothwendige Erinneruugs- und Warnungstafeln an den gefährlichenStellen des Weges aufgestellt, welchen die zu wandeln haben, dieBeruf und Muth fühlen, an dem h. Werke des Wiederaufbaues die-ses Ordens Theil zu nehmen. Nur aus einer ungeschminkten, vor-urteilsfreien Kenntniß seiner Vergangenheit kann eine Beurtei-lung und ein Verständniß dessen hervorgehen, was noch gegenwärtigvom Orden vorhanden ist, eine Beurteilung und so zu sagen bau-