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chem die Ritter so eifrig gedient hatten, überließ sie treulos imletzten entscheidenden Angenblicke dem Hohn und der Verachtungder Welt.
Der Fall des Ordens war nur eine natürliche Folge desVerlustes seines ursprünglichen religiösen Charakters. Der religiöseund monastische Charakter war das Princip seines Lebens. Er war,wie schon öfter erwähnt, ein Mönchsorden im Harnisch, und wurdevom ganzen Mittelalter, also in seiner glorreichsten und reinsten Epoche,als solcher betrachtet. Seine Organisation war ursprünglich die einesreligiösen Ordens und paßte daher nur für ihn, konnte nur wohlthätigfür ihn sein, so lange er das in Wirklichkeit war. Als er aberim Innern aufgehört hatte es zu sein, und dagegen eine weltlicheAnstalt geworden war, da Paßten die religiösen Fundamente nichtmehr zum verweltlichten Gebäude. Dieselben Grundprincipien, welcheihm Dasein, Wachsthnm und Kraft gegeben hatten, mußten ihmnunmehr zum Verderben gereichen, und einen um so tieferen Fallherbeiführen. Denn je höher die moralische Stellung, zu welcherJemand berufen ist, um so tiefer seine Verworfenheit, wenn er sichihrer unwürdig macht. Es ist eine alte Erfahrung, daß es nichtsDämonischeres gibt als einen ausgearteten Mönch. Denn die miß-brauchten Gnaden kehren sich ihm in Fluch. Gelübde, welche dienothwendige Grundlage aller religiösen Orden bilden, von derenstrenger Erfüllung alles Wohl eines Ordens abhängt, würden jederweltlichen Association nicht allein hinderlich, sondern sogar verderb-lich sein. Wenn aber ein Orden die Gelübde als eine bloß tradi-tionelle Formalität betrachtet, wie eine der todteu Formen, welche sichnoch aus der Vergangenheit im Leben erhalten haben mögen, so istdas ein frivoler, frecher Betrug an Gott, ein sakrilcges Spiel mitheiligen Dingen, die nicht allein die ernstesten Folgen für diese Zeit-lichkeit haben, sondern auch über das ewige Heil und das ewigeVerderben der Seele entscheiden. Denn Heiliges und Profanessind hier auf's strengste geschieden. So sind die Grundsätze desCommunismns die materiellen Grundprincipien eines jeden Ordens;von ihrer strengen Beobachtung hängt nicht allein die gute Ordnung,das Gedeihen, ja die Existenz eines religiösen Hauses in zeitlicherBeziehung ab, sondern sie bedingt zugleich dessen religiösen und mo-ralischen Zustand, so daß man a priori von einem Ordenshause,welches aufhört das Communleben' zu beobachten, annehmen darf,daß dasselbe sich in religiösem und moralischem Verfall befindet.