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stammt das ganze lustige Ceremoniell der leider ganz vernach-lässigten Depositivnsfeierlichkeit. Zuletzt gab er ihm noch einenso vortrefflichen Weingeistfirniß auf Kreidegrund, daß er demartigsten Cavalier zu vergleichen war. Dann gab er ihm Geldund Edelstein, mehr als zu viel, und sprach zu ihm: „Jetztziehe hin und schreibe in alle Lande, wer . etwas Köstliches hättezu verkaufen, der sollte kommen, da montire dich als ein rechterObrister, und ziehe sodann zur Hochzeit."
Bärenhäuter ließ sich das nicht zweimal sagen, er schriebeinen Landtag aus, allen Krämern und Juden der Welt, undist hierdurch die Messe entstanden. Zu seiner großen Verwun-derung und Freude fand er auf dieser Messe seine aufgelösteThiergesellschaft wieder, sie hatten sich durch Mangel gezwungengesehen,'was doch gewiß sehr unrühmlich für lateralos, sichdorten für Geld bewundern zu lassen, wer kann die tiefe Rüh-rung unsers nun durch den Zauberstab ästhetischer Bildung sosehr gefühlichcn Herrn Obrist von Bärenhäuter beschreiben, alser mit seinem gewissermaßen sanftgeschundenen Gemüth uner-kannt sein liebes Vieh in Kasten mit eisernen Gittern ein-geschlossen und der Natürlichkeit wegen sich wilder anstellen sah,als er sie aus der segnenden Hand der Culturgeschichte gekom-men wußte, er zerschmolz in Thränen und eine leichte Gänse-haut überzog seinen Apollowuchs. Er entschloß sich sogleich,die ganze Menagerie an sich zu kaufen, und dadurch sein neuesEtablissement zu verherrlichen. Aber wie sehr war ein neuer Ein-druck, den er erhielt, von dem vorigen verschieden, und erfüllteihn mit Indignation. Er fand nämlich in einer Bude sich selbstals Bärenhäuter in Wachs bossirt für Geld zu sehen und ineiner zweiten einen lebendigen Mann in einer Bärenhaut,welcher für den Bärenhäuter ausgegeben wurde, und obendreinSteine fressen mußte, in einer dritten aber ^— hier bebt meineFeder — fand er eine junge Weibsperson als Bärenhäuterin