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5 (1852) Der kleinen Schriften zweiter Theil
Entstehung
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Gebet, und sagt, wenn er sie zur Schule geschickt, zu seinerFrau: „Man muß den äußern Schein beobachten, das erhälteinem den Credit, sie werden früh genug den Aberglaubencinsehen. Sodann raucht er Tabak, wozu er die höchsteLeidenschaft hat, oder welches er übertrieben affectirt haßt; imGanzen ist der Rauchtabak den Philistern unendlich lieb, sie sagensehr gern, er halte ihnen den Leib gelinde offen, und sie könntenbei dem Zuge der Rauchwolken Betrachtungen über die Vergäng-lichkeit anstellen, so hängt die Pfeife eng mit ihrer Philo-sophie zusammen; auch besitzt er gewiß irgend ein Tabaks-gedicht, oder hat selbst eins gemacht. Uebrigens wenn gleichmancher Tabak raucht, ohne darum ein Philister zu sein, sokann man es doch nur in einer Zeit gelernt haben, in derman ideenlos, verkehrt und ein Philister gewesen, und dielebendigsten, tüchtigsten, reinsten und seelenvollstM, Menschen,die ich gekannt, waren nie auf den Tabak gekommen.

Zweifelsohne zieht der Philister nun auch alle Uhren desHauses auf, und schreibt den Datum mit Kreide über dieThüre; trinkt er Kaffee, so spricht er von den Engländern,nennt den Kaffee auch wohl die schwarze afrikanische Brühe;sehr kränkend würde es ihm sein, wenn die Frau ihm nichtein halbdutzendmal sagte: „Trinke doch, er ist so schön warm,trinke doch, ehe er kalt wird" rc.; wenn er ihm aber nichtwarm gebracht wurde, wehe dann der armen Frau! SeineKaffeekanne ist von Bunzlaner Steingut, und ist er einlangsamer Trinker, so hat sie ein ordentliches Kafseemäntelchenum, wie ein anderer Philister auch, denen diese ibraunenKannen überhaupt sehr ähnlich sehen.

Wenn er zu seinen Geschäften ausgeht, zieht er Schmier-stiefeln an, wozu er eine große Leidenschaft hat, oft auchSpornen, ohne je zu reiten; Wichssticfel spiegeln, und einSpiegel ist schon etwas Transscendentalcs. Hat er sich in alle