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5 (1852) Der kleinen Schriften zweiter Theil
Entstehung
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Schilderung eines Mnstcrphilisttrs, welcher sich zuletztin eine ganze Musterkarte von Philistern«: aufrollt.

Wenn der Philister Morgens aus seinem traumlosenSchlafe wie ein ertrunkener Leichnam aus dem Wasser herauf-taucht, so Probirt er sachte mit seinen Gliedmaßen herum, obsie auch noch Alle zugegen, hierauf bleibt er ruhig liegen, unddem anpochenden Bringer des Wochenblattes ruft er zu, ersolle es in der Küche abgeben, denn er liege jetzt im erstenSchweiß, und könne, ohne ein Wagehals zu sein, nichtaufstehen; sodann denkt er daran, der Welt nützlich zu sein,und weil er fest überzeugt ist, daß der nüchterne Speicheletwas sehr heilkräftiges sei, so bestreicht er sich die Angendamit, oder der Frau Philisteriu, oder seinen kleinen Philistern,oder seinem wachsamen Hund oder Niemand. Seine weißebaumwollene Schlafmütze, zu welchen diese Ungeheuer großeLiebe tragen, sitzt unverrückt, denn ein Philister rührt sichnicht im Schlafe. Wenn er aufgestauden, so wechselt er dasHemd, wenn er es thut, so, daß er das erste ganz auszieht,ehe er das andere anzieht, und ist im Stande seine Flanelljackegelinde mit seinem linken wollnen Strumpfe zu reiben, damitsie keinen Rheumatismus bekomme, auf die Haut selbst kommter sich nie; sodann geht es an ein gewaltiges Zungenschabenund Ohrenbohren, an ein Räuspern und Spucken, entsetzlichesGurgeln, und irgend eine absonderliche Art sich zu waschen,nach einer fixen Idee, kalt oder warm sei gesund; sodann kauter einige Wachholderbeeren, während er am das gelbe Fieberdenkt; oder er hält seinen Kindern eine Abhandlung vom