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5 (1852) Der kleinen Schriften zweiter Theil
Entstehung
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seine Futterale gesteckt, und ist etwa ein Friedensrichter, so gehter in den Rath, und es kommt etwa Herr SchneidermeisterSchatte vor, und klagt vor ihm: Sir Zehn Falstaff habeihn Er genannt; so wird lange überlegt, wen man Er nennenkönne, und da Herr Stille, der Beisitzer, endlich aufstellt:Man könne nur niedere Diener, die man besolde, Er nennen,so platzt der Friedensrichter Schaal heraus: „Ich nenneüberhaupt alle Bedienten Er, außer dem Minister seine!"u. s. f. — Doch ich will ihn seinen übrigen Tageslauf scklibitum beschließen lasten, und nur von seinem Bräutigams-stand erzählen.

Er lebt in Wetzlar (sie halten sich gern dort auf), evlernt seine Braut aus einem Proceß kennen, er schickt einenalten Procurator zu ihr, für ihn zu freien; sagt sie Ja, sosollte er ihm den sieben und dreißigsten Band von Kramer'sWetzlarischen Nebenstunden senden, weil sie sieben und dreißigJahre alt ist; sagt sie Nein, so solle er ihm Hön's Betrugs-Lexikon senden. — Victoria! die Nebenstunden erscheinen, nunliest er einige Kapitel in Sarassa's Kunst, immer fröhlich zusein, um sich bexeeeis und Muth zu gewinnen; sodann liest erin Lunkenhein's französischer Grammatik einige Anekdoten, dieer beim Hochzeitsmahl erzählt. Da er endlich mit seiner Liebstendas Bett getheilt und sie kauni entschlummert wareksi, niestedieselbe, und Schaal richtete sich auf, ergriff mit beiden Händenseine hohe, weiße, steife Hochzeitsmütze, hob sie vom Haupt undsprach: zu Dero Wohlsein. Sie nieste abermals, er wünschtevon Neuem; daS Niesen und Wünschen hörte auch nicht auf,bis man Morgens entdeckte, daß scherzhafte Freunde ihnenNieswurz ins Bett gestreut, um ihnen die eheliche Nutznießungzu erhöhen.

Als sich bei seiner Liebsten bald hernach einige Knopfmachercinsiedelten (so nennt man in Wetzlar die Cicisbeen), so hatte