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5 (1852) Der kleinen Schriften zweiter Theil
Entstehung
Seite
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(An dem Abend, als die Scene zwischen Wellner undMarien vorfiel, fand sich Godwi sehr ergriffen; er vergaßAlles, was vor diesem sein Leben umfaßte, und entschloß sichfest, Marien zu besitzen, an ihr und dem guten Alten eineinfaches ruhiges Leben zu erbauen, und ruhig zu werden,er schwor sich selbst nur von dem Besitze Marien's aus zuleben, und Alles anzuwenden, sie zu erhalten. Die Lage desVaters schien ihm dazu eine Hilfe zu bieten, weil er reich war,und ihn durch ein Darlehn decken konnte; er hoffte auf dieDankbarkeit der Tochter, und faßte die Hoffnung, Joseph werdenicht zurück kommen, wie ihn dieser Plan rührte, wie er-setzt schon wieder auflebte und eine ganz andre Ansicht seinesLebens bekam, ist leicht aus folgenden Zeilen zu sehen, dieer schrieb, und die mehr Selbstgefühl als Selbstverachtungathmen.)

Ich habe lange auf den gewartet, der mich dem ewigenZweifel an ein besseres Leben in mir entrisse, und endlich istsie erschienen, die mich zur Einzelnheit erheben kann. Mariehat sorgenvoll mit mir gespielt, und wenn sie ihren eigenenSchmerz an meinen Mängeln wegschneidet, so kann ich immerschöner werden, und einst ihr Glück, das sie verlor, ihr inmir ihrem Werke zeigen.

(Dieses wenige war mir verständlich, alles andere zeigtemehr oder weniger Bitterkeit und Selbstverachtnng, mituntereine Art von Muthfassen, die einer gewohnten Frivolität sehrähnlich war, dabei doch guten Willen, aber selbst für diesenguten Willen Verachtung.)

Er schrieb nach diesem ein Billet an Wellner, bot ihmeine ansehnliche Summe an und ließ einige Zeilen einfließen,wie er sehr wünsche, mit ihm in eine nähere Verbindung zu