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5 (1852) Der kleinen Schriften zweiter Theil
Entstehung
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Den folgenden Morgen trennte sich Joseph und Marieunter vielen Schmerzen, sie und der Vater begleiteten ihn bisan den Hafen, und da das Schiff schon weit weg war und sienicht mehr ihre winkenden Schnupftücher sehen konnten, bedecktenMarie und der ferne Joseph sich die Augen und wendeten sich.

Sie und der Vater waren beide sehr niedergeschlagen durchdie ganze letztere Zeit, und die Munterkeit des Italieners wardihnen unangenehm. An Annonciaten und die Gräfin schriebensie mehrmals, um sie zu bewegen, zurück zu kommen, aber dieLetzte bat dringend, ihr Annonciaten zu lassen, und eröffnetezugleich ihren Willen, das Mädchen an Kindesstatt anzunehmcn,wenn er seine Einwilligung dazu geben wollte. Sie schrieb:

Annonciata soll nichts davon wissen, es würde ihrengereizten Sinn vielleicht kränken, aber lassen Sie es uns imStillen über sie verhängen."

Von dem Mädchen lag folgender Brief dabei:

L i e b e r Vate r !

Deine Sorgen um mich sind nun meine einzigen Sorgen.- Wallpurgis ist todt, und ich bin ruhig. Jemand so sterbensehen, gibt Ruhe, denn ein solcher Tod ist gastfrei, und werzugegen ist, genießt Alles mit: ich bin mit ihr ruhig geworden.Du sollst deswegen auch nicht mehr um meinen Zustandbekümmert sein, denn alles, was Bangigkeit und Unruhe inmir war, ist mit ihr hinübergegangen, und sie wirft einenstillen Abglanz ihrer Seligkeit in mein Herz zurück; sie warimmer ein freundliches, theilendes Wesen, und hat sich auch imHimmel nicht verändert. Es ist mir, wenn ich an sie denke,als stehe sie vor mir, empfange meine Gedanken, und gebesie mir in einem stillen wohlthätigen Strome von Ruhe gelöstzurück.