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5 (1852) Der kleinen Schriften zweiter Theil
Entstehung
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Ewigkeiten, und er hält sich bange am sammtnen Blumenblattefest. Dann fühle ich, wie er die Blicke aufwärts hebt, und sichnicht mehr erhalten kann; es ist ihm, als stürze er in denAbgrund der Höhe, über ihm schwimmt das öde Meer desRausches, der noch in keiner Traube war, und der Liebe, dienoch in keinem Körper webte, und dieses Meeres Wogenbrausen ohne Ton, und Gestaltenstrudel ohne Umriß wühlenin ihm. Aus allen Tiefen streckten glänzende Polypen ihreArme nach dem Gedanken aus, und wo sich die wilden Wogentrennten, war es, als stürzten blitzende Pfeile nach ihm herüber,die ihm das Innere mit süßem Tode impften, und näher, wodas Meer ihm um die Locken spielte, da trennt es sich, undöffnet sich ihm ein Heller Schacht durch den öden wühlendenKampf, in den er gelinde hinab sinkt. Von allen Seitendrängen blühende Gestalten aus des Schachtes Wänden, undMe grüßen ihn wie einen Freund von Ewigkeit, und jedereicht die Arme nach ihm aus, und er ruht in aller Armen,auch will ihm jede der Gestalten einen ewigen Weg zeigen;doch weilt er nicht, und sinkt hinabgezogen in dichterischerWollust immer tiefer, bis daß er in dem Grunde ruht. Erschaut nun aufwärts durch den Schacht, und alle die Gestaltensieht er wie zwei Säulen emporsteigen, zwei herrliche Bäume,auf deren einem holde Mädchen wie Blüthe und Früchte auseinander dringen, und auf dem andern Jünglinge, und wie diebeiden tausendarmigten Leben in einander rauschen, verschwindenihm die Blicke, er fühlt um sich ein wunderbares Weben, dashöher ist, als alle die Gestalten, die nun ein einziger Baumvor ihm zn werden scheinen, und er fühlt, wie sich deS BaumesWurzeln unter ihm regen, und umarmt bange den lebendigenStamm, damit ihr geheimnißvolles Treiben ihn nicht verschlinge,und blickt er aufwärts, so betet er, und blickt er nieder, soschwindet er in dem Gewirre der Wurzeln, die wie lichte