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5 (1852) Der kleinen Schriften zweiter Theil
Entstehung
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Plänen mit, wenn wir zur Arbeit zurückkehren. Wenn ich nunIhre Reise bedenke, und alle die schönen Vortheile derselbenbetrachtet habe, was habe ich am Ende gewonnen, was wirdaus meinen Kindern werden, wenn ich mit ihnen allein bin,was? wenn Sie wiederkommen?"

Joseph hatte eine solche Minute erwartet und sagte ihmgerührt:

Ich ehre diese Empfindung in Ihnen, Ihre Güte hatmich Ihnen so nahe gebracht, als Ihren Kindern; für Aunon-ciaten weiß ich nichts, als daß es gut sein wird, sie bald zuverehelichen, um ihren unbestimmten Empfindungen die allge-meine Richtung des Weibes zu geben."

Und für Marien?" fuhr Wellner fort.

Für Marien," sagte Joseph,kann ich nicht wählen,denn ich liebe sie."

Dies Geständniß hatte ihm viel Mühe gekostet, weil ernur zu sehr fühlte, wie viel er Wellnern schon zu danken habe.Wellner fand dies nicht, er fühlte die Schuld, wäre je einedagewesen, längst getilgt, und versprach ihm Marien mitFreuden, als Lohn seiner Treue, wenn sie ihn liebe.

Dies glaubte Joseph beinahe schon, oder wenigstens, daßsie ihn heftig lieben werde. Hierin irrte er sich, denn sie liebteihn sehr; nur war sie keiner lebhaften Aeußerung fähig; auchreizte sie nichts zum Geständniß, da ihr Herz wie ihr Lebenvoll stillen Glücks und voll Ruhe war.

Da nur noch wenige Monate bis zur Abreise Joseph'sübrig waren, so wurde die Verbindung und seine Aufnahmein die Handelsfirma bis zu seiner Rückreise festgesetzt; dochentschlossen sie sich, ihm Marien näher zu bringen und zugleichfür Annonciaten's Versorgung zu denken. So hatten die beidenFreunde gesprochen, und verließen sich Beide zufrieden, vollHoffnung auf eine schöne Zukunft.