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„Ich sah ihn nie und doch verfolgte er mich ewig. Ichkann mich gar nicht mehr im Leben wieder erkennen, und erist mir ordentlich vor meine Sonne getreten; ich werfe keinenSchatten mehr in die Welt, und es ist ganz dunkel undtraurig um mich her."
Margot.
„O, du lieber Freund, wie sehr vermissest du ein Weib,das, gleich einem reinen Spiegel, dein herrliches Leben auffängtund dir wieder gibt. Auch mir war es oft, ehe ich meinegute Hausfrau kannte, als wäre ich ganz vergebens da; ichfloß gleichsam wie ein unendlicher Strahl, den nichts umarmt,ohne allen Widerstand in das weite Leben hinein, und wußtenichts von mir, noch von der Welt. Nur ein undeutliches,geheimes Sehnen regte sich in meiner Brust und setzte michin die Empfindung eines Flüchtigen vom Haus und Hof derSchöpfung, der nirgends einen Ruhepunkt findet. Als sie abermit ihrem Hellen Auge mich anblickte, da hatte sich der eilendeStrahl in dem schönsten Spiegel des Lebens gebrochen undsank mit den buntesten, freundlichsten Farben der Natur insich selbst zurück. Ich fühlte mich und wußte, daß ich lebte;ich konnte mich und die Welt erkennen, und es war aus mirein schöner Stern hervorgestiegen, der ruhig, vom weitenblauen Himmel der Liebe herab, das Getümmel der Weltanblickte."
Margot war ganz in seiner eigenen Glückseligkeit gefangen,und legte sein fröhliches Leben wie einen kostbaren, mit vielenEdelsteinen besetzten Mantel in allen Falten vor dem Königeans einander, bis dieser cs nicht mehr ertragen mochte undalso zu ihm sprach:
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