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5 (1852) Der kleinen Schriften zweiter Theil
Entstehung
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Meer und sähe auf meine Brust. Es durchdraug die Nachtmit einem lebenden schönen Strahl und jetzt ist wieder Alleseine stille ruhige Fläche und will gleichsam wie ein Bilddastehen zu deinem Liede. Sprich, was soll ich dir gebenum dein freundliches Singen und all deine zutrauliche Liebe zumir? Aber ich bin wohl ärmer als du, denn dir fehlt nichts."

Margot.

Laß mich recht vertraut mit dir sein, König! Das seimein Lohn. Warum hast du kein Weib? " (Der König schwieg.)

Margot.

Ich habe mich so oft gewundert, wie du das nichterrungen hast, was dir allein fehlt, und wonach alle deineSehnsucht strebt."

Dringinwaldc.

Könntest du ein anderes Weib lieben, als das dcinige?"

M argot.

Nein!"

Dringinwaldc.

Nun, wo soll denn ich diese Einzige finden, nach dersich mein Herz sehnet? Sitze ich doch auf einem hohen Thronund muß meine Völker regieren. An andere Dinge zu denkenHab' ich gar keine Zeit; denn da mein königlicher Vater nochlebte, liebte ich auf meinen ritterlichen Zügen eine Dame; aberein gemeiner Ritter wurde mir vorgezogen. Ich habe sie nieaus meinem Sinne verloren, und würde mich an ein anderesWeib nicht gewöhnen können."

Margot.

So war denn dieser Ritter wohl mehr Werth als du;er War schöner und tapferer, um diesen Preis zu verdienen?"