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5 (1852) Der kleinen Schriften zweiter Theil
Entstehung
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innerlich. Da fühlte er, wie die ganze Welt ihn als ihresGleichen behandele nnd freute sich der Gemeinschaft recht sehr;aber doch schien ihm etwas zu fehlen bei aller dieser Herr-lichkeit, und wenn er so in den tiefen Himmelsee hineinblickteund große Wolken wie majestätische Schiffe vorübersegeln sah,so hätte er gewünscht, da droben einen Hafen zu besitzen, woer die Schiffe anhalten und Zusehen könnte, was für fremdeköstliche Dinge sie geladen hätten. Ja, er glaubte fast, es müßteetwas in ihnen verborgen sein, was ihm das Alles gebe, waser vermisse, und was ihn zum wahren Könige des ganzenLebens machen würde eine andere Krone als seine goldene,einen anderen Zepter, und einen viel zärtern, schönern Purpur,als den seines Mantels.

So sah er bald den fliehenden Wolken nach, bald blickteer zu den Sternen hinauf, die ihm wie schöne Blnmenerschienen, welche ihren Kelch auf der blauen Fläche des Meereswiegen, oder er sah in den Mond und glaubte, es fielen tausendgoldne Angeln aus ihm in sein Herz und zögen seinen Sinnganz mit hinauf. Betrachtete er aber wieder den Garten, sogefiel er ihm gar nicht mehr; er dachte dann* er sei ja dochsein, und wenn die schimmernden Blüthen, die über ihn ausge-streut waren, nicht alle von da oben hcrabfielen, so wäre erdoch nicht mehr und nicht weniger als ein großer Kirchhof,und die Bildsäulen wären lauter Grabsteine von Schönheiten,die wir gar nicht begreifen könnten, wenn sie lebendig würden.So kam er sich selbst ganz verändert vor und konnte nichtergründen, wie das zuging. Seine Majestät, sein Name undseine Thatcn waren ordentlich in der Natur gefangen genommen,er fürchtete sich sogar in den Palast zurückzukehren, denn erglaubte, seine Hofleute würden ihn nicht mehr erkennen, oder1 sie würden ihm zurufen:Ei, Eure Majestät sind ja ganznackt, hat man Sie denn beraubt? O, der arme Dringinwalde!

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