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5 (1852) Der kleinen Schriften zweiter Theil
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entlasse uns in Gnaden." Hier endigte Nabon; aber derKönig Dringinwalde erwiederte nicht ohne Unwillen und innereBetrübniß:O ihr allzusichere, eitle Männer, euer Uebermuthsollte mich fast erzürnen; allein damit ihr völlig überzeugt undbeschämt von dannen gehen möget, so geschehe, was ihrwollt, wenn anders Margot selbst in euren Vorschlag willigenwill!" Als er dies gesprochen hatte, verließ er den Saal.

Drittes Kapitel.

Wie der König Dringinwalde in seinem Garten von einer ganz besonderenUnruhe befallen wurde, und was sich weiter begab.

Das Schloß des Königs war von seinem Richtsaaledurch einen gar amnnthigen Garten getrennt, der mit vielenkünstlichen Springbrunnen und Jrrgängcn verziert war.Es war späte Nacht, als Dringinwalde die Versammlungverließ, und da er jetzt durch die hohen Laubgänge nach seinemSchlosse hinwandelte, überraschte ihn der Mondschein und derAnblick der springenden Wasser so freundlich, daß er nichtweiter gehen mochte. Er setzte sich deßwegen an ein schönesBild von Marmorstein nieder und überließ sich seinen Gedanken,besonders aber war er aufmerksam darauf, wie die Büsche, dieSpringbrunnen, der Helle Schein, der zwischen den Blätternherabfiel wie das Alles mit einander verkehrte und sich vertrau-lich unterhielt. Er nahm die Krone vom Haupt, und verbarg sieunter seinen Mantel, denn er fühlte, daß ihr Glanz doch nurein schlechter Schimmer gegen die Sterne sei, und in seinemHerzen erwachte eine sonderbare Gesprächigkeit, aber er hättegerne gemocht, daß er keine Worte dazu brauche; darum spracher auch nicht, sondern sah vor sich hin und wußte gar nichtmehr, daß er ein König war. Er ging mit all seinen Gedankenin der herrlichen Nacht herum und verkehrte mit allen Dingen