Himmel hinauf, dahin schwebte der Geist der lieben GräfinAmey von Hcnnegau zwischen den drei Klosterfrauen.
Gackeleia sprach zu den acht Jungfrauen um sich her:„Segne euch Gott, liebe Gespielen, ich danke eurer Treue,folget dem liebsten Herzen dahin, wo es noch besser ist als hierin Gockelsruh!" Da neigten sie sich gegen ihre rechte Schulterund schwebten in die Lichtbahn des ersten Kindes von Hennegauhinan, und die ganze Prozession der Armen zog hinten nachund man hörte den Gesang:
„O Stern und Blume, Geist und Kleid,
Lieb', Leid und Zeit und Ewigkeit!"
immer leiser und leiser, bis er zuletzt ganz verstummte undAlles in der Kapelle wie vorher war; da sah man das Stein-bild der Frau Ur-Hinkel mit der Ur-Gallina auf der Schulterneben dem des Ur-Gockel's an der Wand, und unter demselbenschauten drei weiße Lilien über dem Altäre hervor. Auf demGrabe vor dem Altäre hatten die Kränze der OrdensgcspielenWurzel geschlagen und grünten alle die Kräuter, aus denen siebestanden. — Gackeleia übergab die verehrten Hühner demAlektrho, der sie sogleich in Eid und Pflicht nahm und nebstder übrigen Hühncrgemeinde in den Hühnerhof führte, woihnen ein Hochzeitsschmaus von Weizenkörnern, Brosamen,allerlei Grünem, Maikäfern, Ncgcnwürmern und anderen Deli-katessen zubereitet war. — Während allem diesem wurdenfortwährend die Glocken geläutet, lief die Kunstfigur immer mitdem Klingelbeutel umher und endeten der Organist und diePrimadonna ihre Fuge nicht. — Hierauf setzte sich der Zugin Bewegung, den Wappenfahnen folgten die blumentragendenKnaben, die blumenstreucnden Mägdlein, die Jünglinge mitden Geschenken Salomo's; — dann Kronovus und Gackeleia,welche die Kunstfigur im Arme trug, und zuletzt Gockel und