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Meine Hartnäckigkeit machte den Geographen sehr bedenklich,so daß er mir im Katechismus zeigte, der anerkannten Wahr-heit hartnäckig zu widerstreben, sei eine unverzeihliche Sünde.Das machte mich sehr wirr, und ich war lange Zeit gartraurig, als habe sich das Paradies in meinen Händen in eingoldenes „Wart ein Weilchen" und ein „silbernes Nichtschen"in einem niemaligen Büchschen verwandelt. — Da man michnun oft mit dem Verluste von Vadutz aufzog, und es mir sogarunter den verlornen Sachen im Wochenblättchen vorlas, sagtedie Hausfreundin, die Frau Rath, mir mitleidig ins Ohr:„Laß dich nicht irr machen, glaub du mir, dein Vadutz ist deinund liegt auf keiner Landkarte, und alle Frankfurter Stadt-soldaten und selbst die Geleitsreiter mit dem Antichrist an derSpitze können dir es nicht wegnehmen; es liegt, wo dein Geist,dein Herz auf die Weide geht.
„Wo dein Himmel, ist dein Badutz,
Ein Land auf Erden ist dir nichts nutz."
Dein Reich ist in den Wolken und nicht von dieser Erde,und so oft es sich mit derselben berührt, wird's Thränen regnen.— Ich wünsche einen gesegneten Regenbogen. Bis dahin bauedeine Feenschlösser nicht auf die schimmernden Höhen unter denGletschern, denn die Lavinen werden sie verschütten, nicht aufdie wandelbaren Herzen der Menschen unter den Mischern,denn die Launen werden sie verwüsten, nein, baue sie auf diegeflügelten Schultern der Phantasie."
So war mir nun von meiner Herrschaft in Vadutz nichtsgeblieben, als die Neichskleinodien auf den Schultern derPhantasie, die mir wie Links und Rechts, bald Friede undFreude gaben, als sei ich glücklich wie Salomo, bald so vielKummer und Hunger, daß ich den Ugolino beneidete. — Endlichaber degradirte sich die Phantasie selbst; weil ich ihr denAbschied nicht geben wollte, riß sie sich die Epaulets vor der