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2 (1852) Weltliche Gedichte
Entstehung
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594
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Ich sende einen Engel, der dich leitet,

Der vor dir hergeht, schützend auf den Wegen,

Und dich zum Ort eiuführt, den ich bereitet.

Befiehl den Engeln drum dein neues Leben,

Und dich und deine Habe und dein Streben.

Ein Frieden naht. Im Wald, im FelsenhausKniet St. Ägidius, es schweigt das Horn,

Der Förster weichet fromm dem Wilde ans,

Das umgetriebcn wird von Lieb' und Zorn,

Und nimmt ein scheues Reh vor ihm die Flucht,

Verfolget er es nicht mit seinen Pfeilen;

Er weiß, daß cs den frommen Heil'gen sucht,

Ihm seine Milch als Nahrung mitzutheilcn.

Der Herr lass' gleiche Schonung uns erwerben,

Daß wir nicht in der Leidenschaft Hinsterben.

Die Zeit ist lind. Ein Kelch dem Himmelsthau, im StaubeIst unter Dornen nun die Lilie geboren,

Maria sendet Strahlen und cs reift die Traube,

Und wo in kalten Nächten nichts erfroren,

Da dürfen wir an guten Geist noch glauben.

O Hab ein rein Gefäß in festem Keller,

Die Kelter reinige, lad' Winzer ein,

Und zahle recht; bis auf den letzten HellerWill der, der Weinstock ist, bezahlet sein.

Der Weinstock, der um Kreuzerhöhung steht,

Der gibt den Geist, wenn man zur Lese geht.

Sieh! auch zum Vogelfang ist gute Zeit,

Die zahme Gans liest Ähren durch die Stoppeln,

Ähr Reiselied die Wildgans oben schreit,

Da ist Aufmerksamkeit sehr zu verdoppeln.