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Es sehnet sich die Erde himmelwärts,
Die Liebe pocht mit tausend Blüthen an,
Schon sinkt der Himmel thauend an ihr Herz,
Es düstet bräutlich rings der Thhmian,
Und träumend spiegelt seinen grünen SchauerIm klaren Fluß der Eichwald, jung belaubt,
Du ernster Rosmarin, du Freund der Trauer,Hebst sinnend treu das immergrüne Haupt.
O keusch gesenkter Blick der Maienbraut,Erblüh'nder Mund, wie redet ihr so laut,
Du unerschlossnes Herz, ich hör' dich pochen;
Die Rose, die noch in der Knospe träumt.
Weiß nicht, ob sie nach wcn'gen SommcrwocheuIm Rausche aller Wonnen überschäumt,
Weiß nicht, ob sie von Thau und Düften vollZum Lichte weinen oder lachen soll.
Schlank Lilicnkraut, bald wird in deinen KelchenDie Nachtverirrte fromme Biene schwelgen.
Ich Hab' die Hände und den Schooß so voll,
Ich weiß nicht, was der Braut ich geben soll,
Da nehm ich aus des Hauptes blüh'nder LockeDes zücht'gen Lenzes duft'ge Maienglocke,
Sie locke eine meiner PriesterinncnZu mir heran, die mag den Kranz ersinnen:
Ob er aus Blumen sich, aus Liedern webe,
Denn Färb' und Duft und Ton ist, was ich gebe!Heran, heran, Frau Nachtigall,
Ergieße Liedes Flug und Fall,