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2 (1852) Weltliche Gedichte
Entstehung
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Zu Flachs und Wolle hat die Spindel sie im Griff,

Die gute Arbeit strömt von ihren fleiß'gen Händen,

Sie wirkt und schaffet stets und wie ein KaufmannsschiffFührt ihrer Werke Lohn sie her von fernen Enden.

Sie stehet auf zur Nacht, gibt Nahrung ihrem Haus,Bereitet und vertheilt die Speise ihren Dirnen,

Und strömet wie der Mond gemess'nen Segen aus,

In Fried' und Ordnung still vcrleuchtcnd den Gestirnen.

Längst auf ein Feld bedacht, kauft sie's um klugen Preis,Pflanzt einen Weinberg mit dem Lohn aus ihren Händen;In Werk und Wandel stät und weis' in Zucht und FleißErstarkt sie ihren Arm und gürtet fest die Lenden.

Zur Nacht erlischt ihr nie die Lampe an der Wand,"

Mit Freuden nicrket sie auf ihres Fleißes Frommen,

Greift nach dem Rocken hin mit segenvoller Hand,

Und ihren Fingern ist die Spindel stets willkommen.

Die vollen Hände streckt sie mild zum Armen aus,

Und ihre Arme sind zum Dürft'gen hingebrcitet;

Nie bringt der Winter ihr die Sorge in das Haus,

Denn zwiefach hat sic längst die Ihrigen bekleidet.

Sie machet Hüllen sich und Teppiche sie flicht;

Purpur und Seide weiß ist Stoff ihres Gewandes,

Sie wird des Mannes Ruhm im Thor, wo zu GerichtEr sitzet in dem Kreis der Nettesten des Landes.