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Wo fehlt's uns denn? Warum wird mir so bangeBei diesem Bruchstück vom zerbrochnen Bund?
Getrennt sind wir, es ist so ewig lange,
Im Tode wird die Liebe erst gesund.
Da hast du's nun, — was quälst du mich zu schreiben,Verstehst du dies? Wer's liest verlachet mich,
Und wer es merkt, wird mich von dannen treiben,
So lebe wohl, dein Engel schütze dich!
II.
Denn sieh'! die Nacht! ihr Friedensmantel decketDen Streit des Scheins, ein täuschend Tafellicht -Eint, oberflächlich schwankend, und von Nacht umschrecketNeckt sich erkühlend, was am Tag sich widerspricht.
Mir heilt kein Schmaus die schuldzerriss'nen Herzen,
Und nimmer wird die Narbe mir ein Gleis', —
Doch lockt mein Mantel euch so bunt von Schmerzen,Nehmt hin und scherzt, ich gcb die Fahne Preis.
Sie wird von euch weltkindisch umgeschwungenVon Thränen bleich, von welken Blumen buntSind seine Löcher Wunden, seine Fetzen Zungen,
Ihr lacht sie an und macht sie nicht gesund.
So laßt mich denn und nöthigt nicht zum Singen,
Ich muß mit Jacob weinen um den bunten NockDes Joseph, den die Söhne vor ihn bringen,
Getauft mit Blut von einem jungen Bock.
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