Druckschrift 
2 (1852) Weltliche Gedichte
Entstehung
Seite
525
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Einer Freundin an B. v. S.

Willkomm! Lebwohl!

So spricht man zu den Strahlenbächen,

Die plötzlich durch die Wolken brechen

Und Helle Glut entzünden

Auf Schätzen, die auf Ew'gem gründen,

Und in der Zeit verschwinden!

Du liebes, liebes Herz, ich muß dich lieben,Vorüber ziehst du und bist stets geblieben!

Wer warst du? Bist du? Wirst du jemals seinO ewig'es Licht! es fällt dein Strahl hereinZu mir in's arme, kranke Kinderherz —Wohlthätig immer — wer ist ohne Schmerz?Was weißt du wohl von mir, du kluges Licht,Das mitten durch das Labyrinth mir bricht,Das mich bis in's geheimste Leben kennt,

Ja, das mich nennt?

Ich brauch' nicht viel, ich habe' dich gesehn,

Und hatte Alles, konnte dich verstehn!

Du liebes, liebes Herz, ich könnt dich lieben,Vorüber ziehst du und bist stets geblieben!