S18
Auch ich gewann ein Recht auf deine Thränen,
Sie können mich mit meinem Tod versöhnen,
Ich sterb' nicht unbeweint, du sollst mir weinen,
Ohn' Mutterthranen will ich nicht vor Gott erscheinenNimm mich am Tage, da ich ward geboren,
Zu deinen Kindern auf, ich war verloren!
Die Deinen haben mich im Wald gefunden,
Und mich in deinen vollen Strauß gebunden!
Ich stehe gern darin, ich will ihn schmücken,
Du sollst mich segnend an das Herz einst drücken!
Hab Dank, du Gütige, für deine Zeilen;
Die Lieder, die du singst, sie können heilen,
Die Muse hat dich lieb, die nie mißbraucht,
In deine Liebe ihre Liebe taucht!
Sie ist getreu und keusch und ohne Lüge,
Unschuld'ge Feste feiern ihre Züge,
Du hast das Fest der. Unschuld mir besungen,
So sei die ganze Schuld denn heut' bezwungen,
Frei will ich sein, von Sünde und von Neue,
Dein Schn, dein guter Sohn, der treue, neue!