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2 (1852) Weltliche Gedichte
Entstehung
Seite
517
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Än eine Mutter.

Heut' am sonnigen ernsten Tag,

Da ich zuerst im Arm der liebsten Mutter lag,Die nach dem schweren Traum hinaufgegangen,Wo wir die Flügel zu der Last empfangen;Heut', wo dies Leben voll von bangen Stunden,Voll bittrer Schläge und geheimer Wunden,Zuerst sich mit den Windeln um mich wand,

Wo ich zuerst zum Licht die ungeschickte Hand,Zuerst zum Tag das dunkle Aug' gelenkt,

Sei, gute Mutter, dir dies Wort geschenkt!

Die mich geboren, ist zu Gott gerufen,

Ich saß verwaist auf öden Erdenstufen,

Da weinten gute Kinder neben mir,

Erzählen von der guten Mutter, sa von dir;

Du standest fern an liebem Sterbebette,

Und fügtest einen Ring zur Opferkette,

Die dich hinauf zu deinem Gotte reißt.

Da faßt ich ihre Hand; nicht mehr verwaistTrat ich entgegen dir, an deiner Schwelle,

Als ich dein Herz auf einer ThränenwelleZu deiner Armuth Strand autreiben sah,

Auch ich ward dir mit deinen Kindern nah,