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2 (1852) Weltliche Gedichte
Entstehung
Seite
494
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Und diesen Schein willst du nicht lasten,Er ist ein Strahl aus Gottes Geist,Will alle Farbe auch erblassen,

Dies Licht kein Tod dir je entreißt!

Ich aber bringe dir den Spiegel,

Du schaust hinein, und kennst dich nicht,Dein Sehen deckt der Demuth Siegel,Das nur dein Richter einst zerbricht;

So wäre auch nach ihrem WesenSakontala, die dir Wohl gleicht,

Für solchen Spiegel blind gewesen,

Hätt' man dein Bild ihr dargereicht.Doch klingt ein Griff verwandter Töne,Den Gott in unsre Harfen thut,

Von Je und Jetzt in gleicher Schöne,Denn Alles ist in ihm ja gut!